Indikatoren-Trading

Die Aktie der Deutschen Bank gibt schon wieder nach. Für keinen Preis, möge er noch so niedrig sein, scheint ein Käufer diese Wertpapiere erwerben zu wollen. Die Aktie hat in der Jahresbetrachtung bereits 50 % verloren. Anleger halten sich fern und scheuen das Risiko. Der Markt hat nämlich ein Gefühl für die kritische Lage bei diesem Bankhaus. Je billiger die Aktie, umso leichter könnte dieses Unternehmen ein Opfer einer feindlichen Übernahme werden. Aktionäre hätten in solch einem Fall das Nachsehen.

Allzu häufig lassen sich Anleger vom Preis eines Wertpapiers leiten. Das ist zunächst verständlich, weil ein Aktienkurs, welcher im Preis gesunken ist, zunächst als günstiger erachtet wird. So wie ein Smartphone, was zuvor 1.000 Euro kostete und nun für 700 Euro zu haben ist, weckt das erst einmal das Interesse des potenziellen Käufers. Während im Falle des Smartphones das Gerät das gleiche ist (Technik, Art und Umfang) und damit vergleichbar, ist das bei Aktien anders. Hier verändert sich der Preis allein durch die Spekulation und sagt nichts über den Inhalt des Investments aus. Eine Aktie kann daher von 40 Euro auf 20 Euro fallen und noch immer teuer sein.

Deutsche Bank, Wochenchart, Stand 7,70 Euro

Im obigen Chartbild ist zu erkennen, wie der Niedergang dieser Aktie vonstattenging. Wieder ein Jahr, wo sich der Aktienkurs halbiert hat, ist die erste Reaktion vieler Anleger. Noch vor drei Jahren hat dieser Wert bei knapp 30 Euro notiert. Manche Anleger haben sich zum riskanten Kauf hinreißen lassen. Immer mit der Annahme, tiefer könne die Aktie nicht fallen.

Doch nun ist ein Preisniveau erreicht worden, das die Deutsche Bank als verwundbar darstellt. Mit vergleichsweise überschaubarem Betrag könnte sich vielleicht ein anderes Unternehmen entschließen, dieses Bankhaus einverleiben wollen. Solch eine feindliche Übernahme wäre eine Katastrophe für all die Aktionäre. Sie hätte zur Folge, dass sie nur einen kleinen Aufschlag zum aktuellen Kurs erhalten würden. Ein Beispiel: Die Aktie kostet jetzt 8 Euro pro Stück und der Käufer würde vielleicht 10 Euro bieten. Damit wären alle Hoffnungen der aktuellen Aktionäre dahin, dass sich ihre Aktie irgendwie erholen könnte (und sich damit die Verluste wieder verringern).

An der Börse hoffen viele Anleger, dass sich ihre Aktie, die sich in Schieflage befindet, irgendwann wieder erholen möge. Man meint, man hätte die Möglichkeit zu warten. Das ist jedoch falsch. Besonders ein Unternehmen, dass so angeschlagen ist, wird mit zunehmendem sinkenden Aktienkurs für Übernahmen interessant.

Immer wieder kommen daher Gerüchte am Markt auf, die Deutsche Bank könne mit der Commerzbank fusionieren. Auch ein Zusammenschluss mit der schweizerischen UBS erscheint im Bereich des Möglichen. Eine Fusion würde eine feindliche Übernahme verhindern können.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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