Indikatoren-Trading

Der jähe Einbruch an den Börsen überrascht viele Anleger. War man doch am Montag noch elektrisiert gewesen, dass sich etwas im Handelsstreit zwischen den USA und China tun würde. Dieses Etwas ist derzeit zu wenig um Anleger hinter dem berühmten Ofen hervorzulocken. Marktteilnehmer flüchten in Cash. Wer kann, der verkauft seine Aktien. Gleichzeitig halten sich die echten Investoren zurück. Sie sind überzeugt, dass es Aktien noch billiger geben wird.

Besonders wenn Aktienkurse ansteigen, so wie am euphorischen Montagshandel gesehen, ist das eine Einladung für all diejenigen, die aus ihren Positionen herauswollen. Es wird in steigende Notierungen hinein verkauft. Das ist der berühmte Moment, wo der Investor dem unerfahrenen Anleger seine Aktien übergibt. Der Unerfahrene sitzt dann in der Abschwungphase auf Aktien und der Investor hat sein Kapital im Trockenen. Fallen die Aktienkurse weiter, dann hat der Investor in der Krise das Geld, um wieder Aktien zu kaufen, die dann günstiger zu haben sind.

DAX, Stundenchart, Stand 11.201 Punkte

Der jetzt laufende Abverkauf spricht eine deutliche Sprache. Noch am Montag notierte der DAX im Hoch bei 11.560 Punkten, um dann am Dienstagabend bei 11.335 Punkten zu schließen. Heute Morgen werden die Verluste vergrößert. Besonderes Augenmerk gilt der Art und Weise, wie der Index nachgibt, nämlich saft- und kraftlos. Das ist ein kritisches Signal, weil es zeigt, dass hier die Verkäufer deutlich in der Überzahl sind.

Echte Käufer wollen derzeit keine Aktien erwerben. Diejenigen, die könnten, halten sich zurück. Dies erklärt auch den Verkaufsdruck, dem die Börsen ausgesetzt sind. Diese Unmengen an Wertpapieren, die jetzt eilig auf den Markt geworfen werden, stehen kaum interessierte Käufer gegenüber. Also müssen die Preise immer tiefer gesenkt werden. Es ist kompliziert, in fallende Märkte hinein Aktien zu verkaufen, wie sich das jetzt wieder zeigt.

Short Signal ID 2209

Mit dem Rückfall unter 11.404 Punkte (obere blaue Linie) hat sich der DAX in ein schweres Umfeld begeben. Durch den schwachen Abendhandel ist der Index noch weiter abgerutscht und eröffnet den heutigen Handelstag unterhalb von 11.220 Punkten (untere blaue Linie). Damit ist auch eine steigende Trendlinie verletzt worden, die sich dem Index nun bei 11.300 Punkten in den Weg stellt. Die Lage ist kritisch, da sich gerade alle Hoffnungen der positiv eingestellte Marktteilnehmer in Luft auflösen. Wer sollte im aktuellen Börsenumfeld Aktien erwerben wollen?

Der DAX sollte sich nun weiter auf den Weg nach Süden machen. Das Verhalten an der Preismarke bei 11.220 Punkten gibt die weitere Richtung für die nächsten Stunden vor. Über dieser Marke ist ein Heranlaufen an die aufgegebene Trendlinie bei 11.300 Punkten möglich, was die nächste Abwärtsbewegung zeitlich verzögern würde. Unterhalb dieser Marke wird jegliche Aufwärtsambition im Keim erstickt. Die nächsten Ziele lauten 11.050 Punkte und später auch 10.800 Punkte.

Im größeren Rahmen hat der Aktienmarkt in diesem Jahr gedreht. Steigende Kurse sind kein Thema mehr an der Börse. Diese Richtungsumkehr ließ sich an dem Trendwendemuster Schulter-Kopf-Schulter festmachen. Je früher Marktteilnehmer diesen Umstand anerkennen, umso besser für das eigene Depot. Das neue Jahr bringt große politische und wirtschaftliche Probleme mit sich (Ausblick hier). Diese Sorgen werden sich auch in den Börsenkursen widerspiegeln. Es ist daher keine Überraschung, dass sich jetzt die Anleger klugerweise in Cash flüchten. Sie bringen ihr Geld in Sicherheit.

Wir verfolgen den weiteren Verlauf vom DAX und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Empfangen Sie eine Nachricht, indem Sie unser Newsletter erhalten (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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