Indikatoren-Trading

An der Börse durchleben die Anleger eine interessante Zeit. Sie wollen an das Positive glauben, und lassen sich auch mal von einer Aussage eines Zentralbänkers zum Aktienkauf animieren. Doch überzeugt sind sie nicht. Die negativen Nachrichten nehmen nämlich zu und das lässt manche Marktteilnehmer zurückhaltend agieren. Für steigende Kurse fehlt die nötige Nachfrage. Für sinkende Kurse der Verkaufsdruck. Doch bald wird die Seitwärtsphase enden und damit auch die derzeitige Hängepartie.

Der DAX zeigt sich auch am heutigen Tag unentschlossen. Zwischen Hoffen und Bangen vergeht der Handelstag, ohne dass sich eine Marktgruppe durchsetzen kann. Am gestrigen Tag waren die Anleger über die Worte des US-Notenbankchefs Powell erfreut, der ein mögliches Ende der Leitzinserhöhungen andeutete. Sofort reagierten die Marktteilnehmer in den USA und zündeten ein Kursfeuerwerk. In Deutschland ist man etwas reservierter. Hier dominieren die kritischeren Töne, z. B. dass das Unternehmen Bayer 12.000 Mitarbeiter entlassen möchte und die Mehrzahl davon in Deutschland.

DAX, Stundenchart, Stand 11.298 Punkte

Heute wurde eine Razzia bei der Deutschen Bank durchgeführt, was die Anleger an der Börse nicht erfreut. So langsam zeigt sich, dass der Wind auch für die deutschen Konzerne rauer wird. Die Bremsspuren der Konjunktur deuten sich bereits an und das wiederum senkt das Interesse an Aktien. Wie eine wirtschaftliche Abkühlung verläuft, lesen Sie hier (mehr).

Im obigen Chartbild zeigt sich, dass der DAX zwar einen größeren Trendkanal nach oben verlassen konnte, nun aber in einem Seitwärtskanal feststeckt. Dessen Begrenzungsbereiche verlaufen oben bei 11.404 Punkten und unten bei 11.280 Punkten. In den letzten Tagen zirkuliert der Index innerhalb dieser Zone.

Da es vor der Seitwärtsphase zu einem Ausbruch nach oben kam, ist mit einer Fortsetzung in die Ausbruchsrichtung auszugehen. Noch besteht die Chance für eine Fortsetzung des aktuellen Anstiegs. Dieser würde an Fahrt aufnehmen, wenn die obere Begrenzung übersprungen werden kann. Ein Ausbruch aus dem Seitwärtskanal (oberhalb von 11.404 Punkten) würde zu einem Anstieg bis zu 11.495 Punkten führen und später auch ein Ziel bei 11.690 Punkten ansteuern.

Kurse unter 11.280 Punkten würden die Verkäufer auf den Plan rufen, die trendfolgend einen sinkenden DAX handeln wollen. Damit die Chance für einen Anstieg gewahrt wird, darf der Index nicht mehr unter 11.230 Punkte fallen. Dann wäre die steigende Variante vom Tisch, Anleger würden wieder von sinkenden Kursen ausgehen und dementsprechend Aktien verkaufen.

Bisher ist die Lage zerfahren. Obwohl im Stundenchart ein Ausbruch zu verzeichnen ist, kommt der Index nicht wirklich in Gang. Hierfür ist zum einen der Tageschart verantwortlich, wo der Index bei 11.404 Punkten auf einen Widerstand trifft. Zum anderen sind die Käufer bisher nicht überzeugt, dass der Aktienmarkt auch wirklich durchstarten können wird. Es bleibt daher bei einer Hängepartie, bis die entschiedenen Kursmarken über- oder unterschritten werden.

Sobald sich eine Richtung durchsetzt, werden wir dies in einer neuen DAX-Analyse bewerten. Lassen Sie sich informieren und tragen sich in unseren Verteiler ein (zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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