Indikatoren-Trading

Wirecard galt lange Zeit als der Highflyer an der deutschen Börse. Eine Aktie vom Kaliber, wie ihn sich die Anleger wünschen. Unkaputtbar im Trend und stark im Anstieg. Viele Investoren haben sich eine goldene Nase mit diesem Wert verdienen können. Doch diese unnatürlich lange Zeit hat nun abrupt ein Ende. Die Aktie stürzt ab und da so viele Anleger noch auf Gewinnen sitzen, erscheint der Kursverfall endlos. Panik geht um. So könnte es weitergehen.

Manche Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt haben, haben sich bei dieser Aktie die Finger verbrannt. Nicht wenige Hedgefonds fanden den Preis für die Wirecard Aktie zu teuer und haben auf fallende Kurse gesetzt. Vor nicht langer Zeit ging solch ein Vorhaben regelmäßig schief. Doch nun sind die Anleger, die auf sinkende Kurse setzen in ihrem Element und profitieren vom Kursabsturz. In der Analyse „Wirecard: Nur eine Frage der Zeit“ wurde auf die Risiken in diesem Wert hingewiesen und ein Kursziel bei 130 Euro ausgegeben. Dieses Ziel ist heute erreicht worden und nun fragen sich die Anleger, wie es mit ihrer Aktie weitergehen könnte.

Wirecard, Tageschart, Stand 125, 80 Euro

Der Trendbruch Anfang Oktober war eine Warnung an die Marktteilnehmer. Trendbrüche sind ein Signal, dass es Schwierigkeiten gibt, den Aktienkurs in der Bahn zu halten. Es finden sich nicht genügend Käufer, die bei Berührung der Trendlinie Aktien nachgefragt haben. War die Aktie zu teuer?

Nach einer kurzen Gegenbewegung folgte der Absturz dieses Wertes, der noch immer nicht enden will. Hier kommt ein einfacher Effekt zutage. Je höher eine Aktie zuvor gestiegen ist, umso mehr Anleger befinden sich im Gewinn, die sie nun unbedingt realisieren wollen, bevor die Aktie noch tiefer fällt. Aus diesem Grund ist die Panik groß, was dazu führt, dass der Absturz nicht zum Halten kommt. Wer kann, der verkauft jetzt seine Aktien.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, dass der Unterstützungsbereich bei 130 Euro gerade aufgegeben wird. Die Aktie sollte jetzt direkt weiter bis auf 111 Euro sinken. Erst auf diesem Niveau kann es zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen, die dann den Preisbereich bei 147 Euro erreichen sollte.

Derzeit liegen die Nerven blank. Anleger erleben wieder einmal, dass etwas, was weit gestiegen ist, noch schneller sinken kann. Für den Moment hilft der Blick auf das Chartbild, um sich an den entscheidenden Marken zu orientieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Erkennen Sie rechtzeitig Trends (hier mehr erfahren).

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