Buchtipp

An der Börse stehen die Ampeln auf Rot, was sich an rasant sinkenden Indizes ablesen lässt. Gewinnwarnungen treten nun häufiger auf, was die Aktien zusätzlich unter Druck bringt, erst kürzlich auch von Daimler. Und dennoch wollen die Anleger auf bessere Zeiten hoffen. Die fallenden Aktienkurse sollen bald ein Ende haben, der DAX soll nach oben drehen und gar eine Jahresendrallye beginnen. All diese Gedanken sind aktuell vollkommen fehl am Platz, wenn man nüchtern die Lage betrachtet.

Schon seit geraumer Zeit wird in diesem Blog auf die Wende, sowohl in der Wirtschaft, als auch am Aktienmarkt hingewiesen. Die Wirtschaft steuert auf harte Zeiten zu. Darauf deuten seit Monaten Konjunkturindikatoren und bereits zurückgenommene Wachstumsprognosen hin. Handelskonflikte zwischen den Staaten, die Schuldenkrise in der Welt und die Krise der Schwellenländer werden die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart treffen. Wohin soll man exportieren, wenn die Käufer kein Geld haben? Im Inland haben Unternehmen und Politik die Kaufkraft der Bürger ausgehöhlt, sodass hier eine Kompensation ausbleiben wird. Erfahren Sie, wie der wirtschaftliche Abschwung verlaufen wird (hier lesen).

DAX, Tageschart, Stand 11.553 Punkte

Auch der Aktienmarkt bekommt sozusagen sein Fett weg. Jahrelang stiegen die Kurse aufgrund des billigen Geldes der Zentralbanken. Investoren nutzten diese liquide Vorlage und kauften Wertpapiere, auch wenn diese zu teuer waren. Marktteilnehmer kauften Aktien nicht, weil sie günstig waren, sondern weil sie angeblich alternativlos seien. Nun endet diese irrationale Phase und wer zu teuer gekauft hat, der muss sich bereits mit Verlusten auseinandersetzen.

Beim DAX wurde ein Trendwendemuster „Schulter-Kopf-Schulter“ (SKS) aktiviert. Damit hat der Trendpfeil an der Börse nach Süden gedreht. Solange der Index nun unterhalb von 11.880 Punkten verbleibt, wird es keine Besserung der Lage und auch keine Jahresendrallye geben. Anleger sollten diese wichtige Verschiebung im Gesamtmarkt beachten.

Der übliche Ablauf einer Abwärtsbewegung ist, dass die Anleger diese zu Beginn nicht für voll nehmen. Die Kurse sinken und man hofft, so wie in der Vergangenheit auch, dass dies eine Korrektur ist und der Index / die Aktie sich schon bald wieder fangen wird. Doch das passiert nicht. Nur für den Fall, dass manch ein Anleger noch immer solch (positive) Gedanken hegt, der DAX ist von seinem Hoch zu Jahresbeginn bereits 2.500 Punkte gefallen. Solch ein starker Rückgang spricht für sich.

Noch eine Besonderheit zeigt sich gerade im Markt. Es finden sich keine Käufer. Diejenigen, die aus dem Markt sind, sind froh darüber und warten nun ab. Diejenigen, die noch investiert sind, steigen bei steigenden Kursen schnell aus, weshalb in den letzten Tagen jede Form eines Anstiegsversuches abgewürgt wurde. Die Wochenkerze zeigt ein schwaches Bild.

Short Signal ID 2170

Der DAX sollte in den neuen Woche direkt wieder unter Druck kommen. Diesmal geht es um den wichtigen Bereich bei 11.400 / 11.430 Punkten. Sie gilt als richtungsweisend, ob sich der Index noch einmal nach Norden wagen können wird. Solange diese Zone verteidigt werden kann, ist ein Anlaufen an den Preisbereich bei 11.800 möglich.

Fällt der Index unter 11.400 Punkte, dann rutscht er auch bis in den Bereich bei 11.200 Punkten. Hier könnte es zu einem kurzen Stabilisierungsversuch kommen, an dem die Anleger versuchen werden sich zu orientieren. Da sich jedoch keine überzeugten Käufer finden sollten, kommt es schon bald zu einem heftigen Abverkauf, der dann in kurzer Zeit den Index auch unter 11.000 Punkte drücken sollte. Das Kursziel lautet 10.800 Punkte.

Wenn Sie lieber ruhig handeln, dann empfehlen wir Ihnen das Indikatoren-Trading auf Ebene des Tagescharts. Dieser hat den aktuellen Kursrückgang bereits am 01. Oktober 2018 (08 Uhr) bei 12.221 Punkten analysiert. Er zeigt seitdem einen fallenden Trend an (roter Pfeil) und signalisiert damit sinkende Kurse. Nutzen Sie das Indikatoren-Trading (hier mehr erfahren).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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