Buchtipp

Die Euphorie Ende September bei der Baumot Aktie hielt nicht lange. Als die Forderungen nach einer Hardware Umrüstung der betroffenen Automobile immer lauter wurden, kam es zu einem starken Anstieg des Aktienkurses. Was lange nicht für möglich gehalten wurde, dass es tatsächlich zu flächendeckenden Umrüstungen kommt, schien zum Greifen nahe. Anleger waren kurzzeitig elektrisiert. Von dieser Euphorie ist jetzt nichts mehr übrig geblieben. Die Aktie fällt deutlich und es könnte sogar noch schlimmer kommen.

Die Automobilhersteller haben sich sehr lange gewehrt und sich von Drohungen und Forderungen nach einer Hardware Umrüstung für betroffene Diesel Modelle nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie wollen einfach nicht, ist die einfache Schlussfolgerung. Und solange die Politik in Berlin oder in Brüssel nicht handelt, wird es auch dabei bleiben. Heute hat sich VW gar mit einer Art Verschrottungsprämie hervorgewagt. Man möchte betroffene Fahrzeuge zurücknehmen und verschrotten lassen. Der Kunde erhält dann einen finanziellen Gegenwert und muss einen Neuwagen erwerben. In dieser Konstellation würde die Lösung von Baumot nicht zum Tragen kommen.

Baumot, Tageschart, Stand 2,21 Euro

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt die brisante Situation bei diesem Wert. Vor allem zeigt sie, wie die Hoffnung auf eine Befreiung schwindet. Das lässt sich an dem Kursmuster erkennen. Schoss der Aktienkurs im Sommer 2017 bis auf 6 Euro hoch, waren es im Frühjahr 2018 nur noch 5 Euro. Jetzt im Herbst 2018 reichte der Schwung nur noch bis 3,60 Euro. Diesen Anstieg haben wir in dem Beitrag „Baumot: Neues Kursziel“ analysieren können.

Die Stimmung trübt sich weiter ein. Die Investoren scheinen den Braten bereits zu riechen, dass die Lösung von Baumot keine Verwendung finden wird. Anleger, die zu höheren Kursen gekauft haben, nutzen nun jede sich bietende Gelegenheit, um ihre Aktien zu verkaufen. Das ist unter den gegeben Umständen nicht verwunderlich. Für jede Form des Kursanstiegs bedeutet das jedoch, dass dieser schnell wieder abgewürgt wird.

Solange es auf politischer Ebene keine konkrete Entscheidung gibt, dass betroffene Fahrzeuge umgerüstet werden müssen, sieht die Lage für Baumot jetzt schlecht aus. Die Pkw-Hersteller suchen eigene Lösungen, bzw. eine Lösung bei der sie ihre Neufahrzeuge unter die Leute bringen können. Eine Umrüstung ist von den Herstellern nicht gewollt. Dieser Nachteil für Baumot zeigt sich dann auch im Chartbild. Mit dem Fall unter die Preismarke bei 2,60 Euro hat sich das Bild weiter eingetrübt. Mit jedem weiteren Tag, sollte nun die Hoffnung unter den Anlegern schwinden und der Aktienkurs immer weiter nachgeben. Das Kursziel lautet 1 Euro.

Die Autoindustrie spielt eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft (erfahren Sie hier mehr dazu) und wird daher geschützt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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