Buchtipp

Der Goldpreis konnte, trotz aller Widerstände, ausbrechen. Solch eine Bewegung kommt einer Befreiung gleich und wird in der Zukunft für weitere Schlagzeilen beim Gold sorgen können. Während nun die Aktienmärkte schwächeln, steigt die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall und lässt so seinen Preis klettern. Investoren rotieren ihr Kapital und verschieben ihr Geld von Aktien zu Gold. Die erste Bewegung hat nun stattgefunden und zeigt im Chartbild einen sauberen Ausbruch. Das aktiviert ein weiteres Kursziel.

Etwas verwundert sind mache Marktteilnehmer schon über die Entwicklung des Goldpreises. Noch vor kurzer Zeit wurde kein Pfifferling auf steigende Notierungen gewettet und nun sieht das Chartbild plötzlich ganz ansehnlich aus. Hier ist zu bedenken, dass im Kursbereich bei 1.190 USD eine enorme Anzahl an Wetten auf eine Fortsetzung des Kursverfalls beim Gold eingegangen wurden. Diese starke Einseitigkeit im Markt führt in der Regel, nicht immer, zu einer Reaktion in die (von den Markteilnehmern nicht erwartete) Gegenrichtung. In diesem Fall ließ sich der Preis im Bereich bei 1.190 USD nicht tiefer drücken. Ganz im Gegenteil. Es folgte ein Ausbruch auf der Oberseite.

Goldpreis, Tageschart, Stand 1.231 USD

Ursprüngliche Theorien funktionieren nicht mehr. Besonders beim Goldpreis zeigt sich, dass Realität und Kursbewegung unterschiedlich verlaufen. Aktuell steigen die Zinsen in den USA, was in der Theorie schlecht für den Goldpreis sein sollte. Investoren nehmen in diesem Fall ihr Geld und legen es in Zinsanlagen an. Gold hingegen liefert ja bekanntlich keine Rendite, im Sinne von Zinsgewinnen. Es liegt „nur“ im Tresor.

Andererseits hätte der Goldpreis bei tiefen Zinsen profitieren müssen, dies ist jedoch nicht passiert, weil Anleger von den Chancen am Aktienmarkt geblendet waren und ihr Geld lieber dort angelegt haben. Die Risiken besonders der weltweiten Schuldenorgie wurden einfach ignoriert. Gold wurde in den letzten Jahren daher links liegen gelassen.

Jetzt erst, wo der Aktienmarkt Schwäche zeigt, werden die Investoren mit der Frage konfrontiert, wohin mit dem freiwerdenden Geld? Hier lässt sich eine Rotation schlussfolgern. Nämlich, dass Geld vom Aktienmarkt nun zum gelben Edelmetall fließt. Dieses gilt einvernehmlich als Nachzügler am Markt, als etwas, das lange Zeit keine Kursgewinne beschert hat und nun als eine Anlagemöglichkeit mit (verspätetem) Potenzial interpretiert wird.

Die aktuelle Ausbruchsbewegung hat ein erstes Ziel bei 1.300 USD. Es kann aktuell, unterhalb von 1.240 USD, noch zu einem kleinen Rücksetzer kommen. Da der Ausbruch noch frisch ist, gibt es unruhige Marktteilnehmer, die den kleinen Gewinn mitnehmen und schnell wieder verkaufen wollen. Ebenso gibt es Gruppen, die den Ausbruch als nicht nachhaltig interpretieren und ebenfalls verkaufen könnten. In solch einer Phase kann es daher noch zu einem Kursrückgang in den Bereich bei 1.210 USD kommen.

Diese Zone würde sich als sehr gute Einstiegszone darstellen und von kapitalstarken Marktteilnehmern genutzt werden. Sofort würde sich die Nachfrage erhöhen und der Goldpreis würde deutlich ansteigen können. Dieser beschriebene Rücklauf ist nicht nötig und würde oberhalb von 1.240 USD ausfallen. So oder so, das Kursziel nach dem Ausbruch lautet erst einmal 1.300 USD.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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