Indikatoren-Trading

Was wäre, wenn eine Aktie zu viel Porzellan zertrümmert hätte? Das Vertrauen in diesen Wert wäre dahin. Anleger würden sich beeilen, sich von dieser Aktie zu trennen und wer zögert, der hätte das Nachsehen. Bei Geely findet sich solch eine Situation. Kein Kursrückgang ist endgültig. Immer kommt es zu neuen Tiefs und das ärgert die Aktionäre. Mit dem Bruch einer wichtigen Marke hat sich nun die Lage im Chartbild verdüstert. Die Abwärtsbewegung hat folgendes Ziel.

Diese Aktie hat 2017 eine besonders gute Performance auf das Parkett gezaubert. Direkt mit der Jahreseröffnung ging es von 0,90 Euro bis in der Spitze auf 3,20 Euro. Solch eine Bewegung zieht immer mehr Anleger an. Alle sind auf der Suche nach dem Gewinn, der sich kurzzeitig auch einstellt, doch irgendwann ist ein Anstieg überreizt und der Kurs beginnt zu fallen. Hier verpassen viele Anleger den Ausstieg und warten auf eine neue Anstiegsbewegung, die einfach nicht kommen will.

Geely, Tageschart, Stand 1,86 Euro

Jede Abwärtsbewegung, nach einem steilen Anstieg, beginnt zunächst mit einer Phase von Gewinnmitnahmen. Anleger, die zuvor zu günstigeren Kursen gekauft haben, die verkaufen nun ihre Aktien, um Profite zu realisieren. Diejenigen, die noch an ihren Aktien festhalten, sehen zunächst ruhig zu. Ihre Argumentation ist, dass es sich um eine Phase der Korrektur handelt und ihr Wert schon bald wieder ansteigen wird. Da diese lange Phase des Anstiegs in den Köpfen der Anleger festgebrannt ist, ist solch eine Annahme zunächst nicht falsch.

Blickt man auf das obige Chartbild, dann wird jedoch schon bald klar, dass hier besonders viele Trendlinien beschädigt wurden. Besonders die Aufgabe des Preisbereiches bei 2,60 Euro im Februar dieses Jahres war schwerwiegend. Hätten die Käufer dieser Aktie Potenzial zugetraut, dann hätten sie spätestens an dieser Stelle Stücke nachgefragt. Diese Nachfrage blieb aus.

Nach einer Aufwärtsbewegung an die gebrochene Trendlinie übernahmen wieder die Verkäufer. Sie drückten den Aktienkurs mehrmals bis an die Unterstützungslinie bei 2,13 Euro. Dem Verkaufsdruck hielt dieser Bereich nicht Stand und nun notiert die Aktie auch unter 2 Euro. Es beeilt sich niemand, bei diesem Wert einzusteigen. Es ist eher so, dass jede Aufwärtsbewegung verkauft wird.

Jetzt ist die Lage brisant. Unterhalb von 2,13 Euro, vermutlich schon unterhalb von 2 Euro, ist diese Aktie weiter für einen Abverkauf gefährdet. Der nächste Kursrutsch hat ein Kursziel bei 1,19 Euro.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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