Indikatoren-Trading

Der Aktienmarkt befindet sich in einer schwierigen Lage. Obwohl sich die Rahmendaten wandeln und die Aussichten düsterer werden, wollen viele noch nicht von ihrer Gewohnheit lassen und kaufen Aktien. Diese Nachfrage führt kurzzeitig zu steigenden Notierungen, kann aber alte Hochs nicht mehr erreichen. Das ist ein Schwächesignal, das die Anleger beachten sollten. Schon zu Beginn der neuen Woche wird eine wichtige Entscheidung fallen, die die folgenden Tage dominieren wird.

Blickt man auf den Verlauf des DAX in diesem Jahr, dann erkennt man schnell, dass der Index nach seinem Allzeithoch zu Jahresbeginn fällt. Eine besondere Erkenntnis dabei ist, dass alte Hochs nicht mehr erreicht werden können. Egal, wie plötzliches Kaufinteresse die Kurse anhebt, es reicht nicht, um alte Hochs zu übersteigen. Zudem reift die Erkenntnis unter den Marktteilnehmern, dass dem Aktienmarkt offenbar die Kraft für einen dauerhaften Kursanstieg fehlt. Die Folgen könnten wie folgt aussehen.

DAX, Stundenchart, Stand 12.615 Punkte

Der Ausbruch des DAX zum Ende des Monats Juli über den Bereich bei 12.770 Punkten war unerwartet und hatte kurzzeitig zu einer Irritation im Chartbild geführt. Mit so einfachen Worten, wie eine angebliche Einigung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA, wurde ein Kursanstieg an den Börsen entfacht, der sich als eine Falle herausgestellt hat. Eine Eigenschaft eines Handelsstreits ist es, dass er sich mit zunehmender Dauer hochschaukelt. Eine Seite handelt, die andere reagiert usw. Jede Annahme, solch ein Streit würde sich bald beilegen lassen, der irrt. Verfolgen Sie auch den Streit der USA mit China. Der Ablauf ist derselbe.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann auch die letzten Optimisten an der Börse ihr Pulver verschossen haben werden. Reift dann die Erkenntnis, dass der Aktienmarkt kein Potenzial mehr zu bieten hat, dann werden Käufer sich zurückhalten und Verkäufer den Markt dominieren. Da hilft es auch nicht, Aktien weiterhin als angeblich alternativlose Anlageform zu betiteln.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt eine spannende Situation beim DAX. Im Besonderen geht es um die beiden gelben Ovale in der Bildmitte. Die Kursbewegung am linken Oval zeigt eine satte Kurslücke nach Süden. Danach folgt eine zaghafte Aufwärtsbewegung, die dann mit einer heftigen Abwärtsbewegung beantwortet wird. Nun lässt sich das gleiche Muster am rechten Oval finden. Auch hier kam es kürzlich zu einer Kurslücke nach Süden. Der DAX ist jetzt dabei mit einer zaghaften Gegenbewegung darauf zu reagieren. Die Schlussfolgerung aus dieser Situation im Chartbild ist, dass der DAX schon bald in eine starke Abwärtsbewegung übergehen wird.

Short Signal ID 2124

Schon zu Beginn der neuen Woche ist eine Entscheidung zu erwarten. Spätestens an der unteren Begrenzungslinie des rechten steigenden Trendkanals, diese verläuft bei ca. 12.660 Punkten, sollten steigende Notierungen beendet werden. Sofort sollten dann wieder die Verkäufer übernehmen. Sobald der Index unter die 12.580 Punkte fällt, würden weitere Ambitionen auf der Oberseite entfallen und der Blick würde sich nach Süden richten.

Fällt der DAX auch unter die 12.493 Punkte, dann befindet sich der Index bereits in einer neuen Abwärtsbewegung, die nun tiefere Kursebenen ansteuert. Die nächsten Kursziele sind 12.400 Punkte und wenn dieser Bereich nicht ausreichend Unterstützung bietet, dann auch 12.150 Punkte.

Anleger sollten nun mit sinkenden Notierungen rechnen. Wir behalten den weiteren Kursverlauf im Auge und informieren unsere Leser mit aktuellen Einschätzungen. Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein (hier geht’s zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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