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An der Börse ist Hoffnung ein dominantes Thema. Anleger hoffen z. B. auf eine bahnbrechende Meldung eines Unternehmens, in das sie investiert haben. Sie hoffen, dass sie nicht ausgestoppt werden, wenn der Aktienkurs mal wieder in der Nähe der Stopplinie verweilt. Die meiste Zeit wird gehofft, denn was die Zukunft bringt, ist ungewiss und da hilft eben nur Daumendrücken. Es sei denn, der Verkaufsdruck ist besonders groß und die Wucht des Abverkaufs endlos. Dann hilft auch kein Hoffen mehr.

Die aktuelle Phase an den Aktienmärkten ist besonders. In ihrem Kern bildet sie eine Trendwende. Doch noch immer warten Anleger an der Seitenlinie, um sich angeblich mit Wertpapieren zu günstigen Preisen einzudecken. Sie sind einfach verwöhnt von den letzten Jahren, in denen die Kurse nur eine Richtung kannten und tatsächlich jeder Kauf bei einem Kursrückgang am Ende Gewinne beschert hat. Doch diese Regel scheint jetzt außer Kraft gesetzt zu sein, denn jede Form einer Aufwärtsbewegung wird gerade übel abverkauft. Der Markt kommt nicht auf die Beine.

DAX, Tageschart, Stand 12.196 Punkte

In einem anderen Beitrag „DAX-Crash: Nur ein Grund ist treffend“ wurde auf die Ursache eines stark fallenden Marktes eingegangen. Entscheidend dabei ist, dass der Markt trotz vieler roter Kerzen im Tageschart noch weiter fällt. Der Verkaufsdruck nimmt nicht ab. Unterstützungslinien werden in solchen Phasen wie Butter unterschritten. Normale Analysegrundsätze wirken nicht mehr, wie sie das zuvor getan haben.

In der Regel beginnt dann jeder neue Handelstag mit einer Prise Hoffnung. Heute soll der DAX auch mal steigen, ist dann die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer. Mit etwas Glück fängt der Tag auch positiv an, doch die Kursgewinne können nicht gehalten werden. Das liegt vornehmlich daran, dass Aktionäre steigende Kurse schnell zum Ausstieg nutzen. Sie würgen damit eine mögliche Anstiegsbewegung ab. Folglich fällt das morgendliche Plus im DAX wieder in sich zusammen und der Index rutscht in die Minuszone. Das wiederum animiert erneut Anleger, sich von ihren Aktien zu trennen. Ein Teufelskreis.

Short Signal ausgestoppt

Der DAX ist unterhalb der gestrichelten Hilfslinie bei 12.353 Punkten hängen geblieben. Damit fehlt den Anlegern ein Vertrauensbeweis, dass der Markt etwas ansteigen kann. Obwohl der Markt bereits überverkauft ist und eine Gegenbewegung naheliegend ist, gibt der Aktienmarkt nach. Die nächste Unterstützungslinie befindet sich im Bereich bei 12.124 Punkten. Unterhalb dieser Linie lautet das nächste Kursziel 12.000 Punkte.

Der Aktiemarkt befindet sich im Wandel. Erhalten Sie unsere DAX-Einschätzungen, indem Sie sich in unseren Verteiler eintragen (hier geht’s zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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