Buchtipp

Der Aktienmarkt kommt jetzt in eine brisante Phase. Der Kursanstieg, der sich in den letzen Tagen verfolgen ließ, passierte, obwohl es beim G7-Gipfel zum Eklat kam. Dieser Stimmungskiller hätte sich jedoch negativ auf den Kursverlauf an den Börsen auswirken müssen, wäre da nicht der große Verfallstag am Freitag. Genau das macht die Sache spannend. Anleger ignorieren derzeit die Risiken am Markt und damit steigt die Gefahr eines massiven Kursrutsches.

An den Finanzmärkten springt man gerade von einem Thema zum nächsten. Noch am Wochenende waren die Nachrichten voller sorgenvoller Meldungen, dass sich die G7-Nationen im Clinch mit den USA befinden würden und das Handelsbarrieren zum Nachteil aller sein wird. Solch eine Annahme ist auch naheliegend, denn läuft die Wirtschaft nicht rund, dann werden mit einer zeitlichen Verzögerung auch die Gewinne dahinschmelzen und folglich den Aktienkursen jegliches Potenzial nehmen. Noch will man das am Markt nicht wahrhaben, doch in Kürze wird sich das ändern.

DAX, Tageschart, Stand 12.843 Punkte

Heute startete der DAX mit einer Kurslücke in den Tag, weil die Anleger über das Treffen von Donals Trump und Kim Jong Un besonders erfreut waren. Dabei wurde überhaupt nichts Konkretes beschlossen. Anleger kauften dennoch. Doch lange währte die Freude der neuen Aktienbesitzer nicht. Gleich nach dem Start des regulären Handels kam es zu Verkaufsdruck, da die Widerstandszone bei 12.950 Punkten erreicht wurde. In der Folge übernahmen die Verkäufer das Ruder und drängten den Index zurück.

Auf dem aktuellen Niveau wird es jetzt spannend, denn der Markt handelt mit zwei Herzen in seiner Brust. Eigentlich überwiegen die Verkaufsgründe deutlich. Einige Beispiele: Die Konjunktur beginnt sich abzukühlen, wirtschaftliche Beziehungen werden eingerissen (Handelskrieg und das Nichteinhalten von Abmachungen) oder Gewinnziele, die für die Unternehmen kaum mehr erreichbar sind. Dennoch, der Markt ignoriert dieses negative Umfeld bisher.

Short Signal ID 2090

Auf der anderen Seite ist am Freitag „Großer Verfallstag“ an dem Optionen und Terminkontrakte auslaufen. Und hier dominieren die großen Marktteilnehmer, die sich weniger um (kurzzeitige) politische Absichten scheren. Ihr Ziel ist es, dass der DAX zum Abrechnungszeitpunkt (Freitag, 13 Uhr) im Bereich bei 12.950 / 13.000 Punkten notiert. Daher lässt sich auch verstehen, warum der Aktienmarkt den Eklat beim G7-Gipfel bisher nicht eingepreist hat. Diese Marktgruppe möchte die Verkäufer zunächst auf Abstand halten. Deshalb ist es möglich, dass ein kleiner Ausbruch auf der Oberseite erzwungen wird (gelb markierter Kreis).

Übergeordnet steht der Index jedoch vor einer starken Abwärtsbewegung. Es droht ein massiver Kursrutsch bis in den Bereich bei 12.000 Punkten. Sollte der Index die gestrichelten Hilfslinie (HF) bei ca. 12.720 Punkten unterschreiten, dann wäre die angesprochene Abwärtsbewegung bereits in seiner Ausarbeitung und eine Bewegung zur Oberseite würde ausfallen.

Wir begleiten den weiteren DAX-Verlauf mit entsprechenden Tradingsignalen (mehr erfahren).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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