Indikatoren-Trading

An der Börse gibt es schon seit einiger Zeit Unternehmen, die ihre Gewinn- und Umsatzziele herunterschrauben müssen. Am heutigen Tag meldet sich die Deutsche Post mit einer Gewinnwarnung und das nicht zu knapp. Nun muss ein Großer offen zugeben, dass die eigenen Erwartungen zu hoch angesetzt wurden. Anleger sollten nun besondere Vorsicht walten lassen, denn weitere Überraschungen werden folgen.

Wer als Aktionär der Deutschen Post den heutigen Kursstand ansieht, der wird Bauchschmerzen bekommen, denn ein Minus von aktuell ca. -6 % ist zu verkraften. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass es für das laufende Jahr mit 3,2 Milliarden Euro (vorher 4,14 Milliarden) rechnet. Das ist schmerzhaft und zeigt, dass die Geschäfte nicht mehr so gut laufen.

Auch Sorgen machen sich die Anleger um das Unternehmen Apple. Hier sollen die Geschäfte nicht mehr so rund laufen. Besonders das Flaggschiff iPhone soll schwächeln. Im Sog solcher Marktgedanken geben bereits die Aktienkurse von Unternehmen wie Dialog Semiconductor oder Aixtron nach, da man dann weniger Komponenten für technische Produkte herstellen und verkaufen wird. Folglich werden hier die erhofften Gewinne hinschmelzen.

Ewiges Wachstum ist einfach nicht möglich. Die laufende positive Konjunkturphase läuft schon seit vielen Jahren und ein Ende dieser Phase jetzt wahrscheinlich. Doch Unternehmen machen genau hier einen Fehler. Sie schreiben die Vergangenheit einfach fort. Die Überlegung ist dann in dieser Form: In der zurückliegenden Jahren hatten wir X Umsatz gemacht und Y Gewinn, also schaffen wir im Folgejahr mehr. Die Anleger freuen sich über solche Aussagen, bis das Erhoffte sich nicht mehr erreichen lässt.

Wirtschaft und Geld verständlich erklärt

Verschiedene Konjunkturdaten zeigen bereits eine Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Tätigkeit an. Aber den Anlegern an der Börse ist solch eine Veränderung bisher schwer zu vermitteln. Vor allem, dass eine langsame Konjunktur die Gewinne der Unternehmen beeinträchtigen wird. Die Anleger schreiben, ähnlich wie das die Unternehmen machen, die vergangene Kursentwicklung in die Zukunft fort. Doch solch eine gewünschte Kursreaktion, Kursrückgänge werden immer aufgeholt werden, wird es in der Zukunft nicht mehr geben. Wahrscheinlich ist, dass auf die erste Gewinnwarnung noch eine weitere folgt. Und das wird Konsequenzen für den Aktienkurs haben.

Die Börsenlandschaft ist im Wandel. Anleger sollten sich den negativen Folgen von Handelskriegen und internationaler Verstimmungen nicht verschießen. Auch eine Sättigung der Märkte für viele Produkte ist ein Thema. Naheliegend ist eine Phase der Beruhigung, in der Gewinne kleiner werden und manche Unternehmen den Platz räumen müssen. So etwas ist ganz normal und nennt sich Marktbereinigung. Die guten Unternehmen überleben die Krise, während schlecht wirtschaftende Unternehmen weichen müssen. Verständlich und mit vielen Beispielen erklärt finden Sie mehr zu diesem Thema in dem Buch „Verstehen Sie Geld?“ (hier mehr erfahren).

Der Aktienmarkt wird in der kommenden Zeit weitere Überraschungen in Form von Gewinnwarnungen bieten. Anleger sollten die Möglichkeit, an die Seitenlinie zu gehen und somit ihr Geld in Cash zu halten, als Alternative betrachten.

Wir informieren Sie regelmäßig während der kommenden Abschwungphase. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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