Buchtipp

An der Börse ist die Unsicherheit förmlich zu spüren. Jeder Tag kann mit einem überraschenden Tweet des US-Präsidenten Trump auf den Kopf gestellt werden. Die Auftragseingänge in Deutschland lassen bereits zum wiederholten Male nach. Und da ist auch noch die Schuldenkrise, die sich in die Köpfe der Anleger drängt. Manche hoffen auf bessere Zeiten, während andere ihr Geld zurückhalten. Der DAX bewegt sich unentschlossen und das zerrt an den Nerven.

Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich zu Beginn des zweiten Quartals mit -2,5% (zum Vormonat) schlechter als erwartet entwickelt. So vermeldete es heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Das haut den Aktienmarkt nicht sofort um, wie auch andere Meldungen sich nicht sofort in einer Kursreaktion niederschlagen. Dennoch sind das mahnende Zeichen, dass die wirtschaftliche Tätigkeit nachgibt. Wenn Aufträge wegbleiben, dann fehlt es an Umsatz und folglich auch am Gewinn. Ohne Gewinne gibt es für Unternehmen an der Börse wenig Potenzial und daher für die Anleger auch keinen Grund Aktien zu erwerben. Ausnahmen bilden Start-ups oder Unternehmen, die mit bahnbrechenden Ideen ganze Industrien verändern können. Die Regel jedoch ist, dass es Gewinne braucht und die werden in der Zukunft geringer.

DAX, Tageschart, Stand 12.811 Punkte

In der derzeitigen Marktsituation wollen viele Marktteilnehmer wieder einen starken DAX sehen, der sich endlich aufmacht und den US-Märkten folgt. Dabei wird vergessen, dass durch die US-Politik „America First“ die US-Unternehmen kurzzeitig die Nase vorne haben. Das, was die US-Unternehmen selbst herstellen können, werden sie naheliegenderweise nicht mehr bei deutschen Unternehmen bestellen wollen. Die US-Börsen profitieren von der Euphorie, dass es die USA den anderen gezeigt haben. Diplomatisch haben sie sich dabei fast mit jedem überworfen. Dieser Etappensieg wird sich schon bald als Niederlage herausstellen, besonders dann, wenn man sich als nicht verlässlicher Partner zeigt.

Der DAX ist am heutigen Tag erneut im Bereich bei 12.920 Punkten abgeprallt. Der erfolgte Kursrückgang an dieser brisanten Stelle war deutlich. Es kommt jedoch, auf tieferen Preisebenen, immer wieder zu Kaufinteresse, sodass der Index nicht auf dem Tagestief schließt. Der Kursverlauf des deutschen Leitindex im Tagesverlauf zeigt daraufhin ein Hin und Her, das die Nerven der Anleger strapaziert. Solange sich keine Marktgruppe (Käufer / Verkäufer) durchsetzen kann, bleibt es bei dem Gezerre am Index.

Short Signal ID 2087

Übergeordnet, so wie in der Analyse „DAX-Ausblick: Der Markt kippt“ beschrieben, sollte der Index schon bald seine Anstiegsambitionen beenden. Bedingung dafür ist, dass der Index unterhalb von 12.950 Punkten verleibt. Es kommt dann zu einem deutlichen Kursrückgang, der viele Anleger aus dem Markt spülen wird. Anleger brauchen in solch einer Phase Geduld, da eine größere Trendwendeformation in ihrer Ausarbeitung ist. Einen ersten Hinweis dafür, dass die Abwärtsbewegung begonnen hat, gibt der Markt, wenn die Hilfslinie (HL) im obigen Chartbild gebrochen wird (bei ca. 12.700 Punkten).

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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