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Die Aktien der Commerzbank befinden sich im Sturzflug, was sich am rasant fallenden Aktienkurs zeigt. Noch vor Kurzem hat man sich über Preise bei 11 Euro erfreuen können. Nun ist dieses Niveau in weitere Ferne gerutscht und der Aktienkurs notiert gar unter 9 Euro. Die Sorgen nehmen zu und die Unsicherheit ebenso. Wie wird es weitergehen? An der aktuellen Kurszone könnte folgender Kursverlauf beginnen, der solch einen Verlauf nehmen könnte.

Sobald das Thema Euro-Krise auf die Agenda kommt, dann droht Finanzinstituten schnell Ungemach. In diesem Fall hat sich Italien als Störfeuer erwiesen. Das Land scheint sich vom gemeinsamen Europa abwenden zu wollen und spricht sich gelegentlich auch offen gegen die Währung Euro aus. Italien fühlt sich geknechtet durch die Regeln und durch die Spardiktate, die sich durch den Euroverbund ergeben. Ungeniert hat man sich schon für eine neue Bezahlform ausgesprochen, wie in dem Beitrag „Italien erfindet das neue Geld Mini-BOT“ beschrieben wurde.

Commerzbank, Tageschart, Stand 8,96 Euro

In der letzten Analyse zu diesem Wert „Commerzbank: Wo bleibt die Trendwende?“ wurde auf die Schwäche im Chartbild hingewiesen. Es wurde geschlussfolgert, dass sich Käufer zurückhalten werden und der Aktienkurs weitere sinken wird.

Diese Abwärtsbewegung hat nun einen Bereich erreicht, an dem es zunächst zu einer Pause des direkten Kursverfalls kommen könnte. Wie im obigen Chartbild zu sehen ist, fällt der Aktienkurs innerhalb eines Trendkanals. Die untere Begrenzungslinie verläuft bei ca. 8,80 Euro, was mit dem gestrigen Tagestief erreicht wurde.

In der ersten Reaktion kann es nun zu steigenden Notierungen kommen. Der Grund ist allein technischer Natur. In diesem Fall kann es, sofern die untere Begrenzungslinie verteidigt werden kann, zu einer Aufwärtsbewegung kommen, die ein Ziel bei ca. 10 Euro hat. Sobald diese Zielzone erreicht wird, werden sich die Verkäufer wieder melden. Sie werden das Niveau zum Ausstieg nutzen wollen. Zudem verläuft an dieser Stelle die obere Begrenzungslinie des angesprochenen Trendkanals, was einen Widerstand darstellt und ebenfalls für einen Richtungswechsel (dann wieder nach Süden) spricht.

Die fundamentalen Probleme bezüglich der Euro-Krise und der Italien-Krise (mehr dazu hier) befinden sich noch im Anfangsstadium und werden die Finanzinstitute weiter beschäftigen. Daher ist nicht von einer dauerhaften Besserung auszugehen, sondern nur von einer Korrekturbewegung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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