Indikatoren-Trading

An der Börse sind die Sorgenfalten wieder deutlicher geworden. Nicht nur die Diskussionen um Dieselverbote und Manipulationsvorwürfe gegen Autohersteller bestimmten die Nachrichten. Auch die politischen Themen wollen nicht enden. Heute vermiest Italien den Anlegern den Start in die neue Woche, weil dort Neuwahlen drohen. Man sagt, Unsicherheit sei an der Börse nicht gerne gesehen, worauf Anleger sich beeilen, ihre Aktien zu verkaufen.

Die Reaktion der Marktteilnehmer auf mögliche Neuwahlen in Italien war zunächst gänzlich unüblich. Es kam zu einer Erleichterungsrallye, dass eine Regierungsbildung durch die Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega vermieden werden konnte. Der DAX eröffnete im Plus und stieg sofort weiter an. Solch eine Bewertung der Marktteilnehmer war deshalb verwunderlich, da Neuwahlen in einem großen Land inmitten Europas immer mit Unsicherheit verbunden sind.

DAX, Stundenchart, Stand 12.842 Punkte

Der DAX eröffnete den Handelstag mit einer Kurslücke nach Norden. Das ist in normalen Zeiten ein positives Zeichen. Anleger können es in solch einem Fall nicht bis zum regulären Handel aushalten und kaufen ihre Aktien bereits außerbörslich. Was war geschehen? Die Regierungsbildung in Italien war gescheitert. Und was gab es daran Erfreuliches? Das werden nur die Käufer wissen.

Zur Eröffnung kam es zu einem zügigen Anstieg bis in die Zone bei 13.040 Punkten. Dort verläuft eine Kreuzunterstützung, wie man an dem obigen Chartbild erkennen kann. Anstiege im Rahmen einer Korrekturbewegung sollten an dieser Stelle enden, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Der Haupttrend“ beschrieben wurde. Sofort übernahmen an dieser Stelle die Verkäufer das Zepter und drückten die Kurse. Erst vorsichtig und dann immer deutlicher. Die Marken 13.000 Punkte und dann auch 12.900 Punkte wurden hergeben und konnten nicht verteidigt werden.

Short Signal ID 2080

An den Börsen steigen die Risiken gerade an. Ob das nun die Konfrontation USA-Nordkorea oder USA-Iran ist oder vielleicht die bevorstehenden Wahlen in der Türkei und damit der Umgang mit den Millionen Flüchtlingen. Da ist jetzt noch ein kopfloses Italien hinzugekommen, das sich immer weiter von der EU entfernt. Noch versuchen die Anleger ihre Entscheidung an Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Dividendenrendite auszumachen. Das allein wird dem aktuellen Marktzustand jedoch nicht gerecht. Zu sehr drücken an vielen Stellen wirtschaftliche und politische Probleme, die man bisher mit billigem Geld und noch mehr Schulden kaschieren konnte. Lange wird das nicht mehr gelingen können.

Durch den erneuten Fall unter die Kursmarke bei 12.950 Punkten zeigt der Index erneut Schwäche. Er bastelt im Tageschart an einer großen Umkehrformation, die sich Schulter – Kopf – Schulter nennt.

Wir melden uns in Kürze mit einer neuen Analyse des Tagescharts. Lassen Sie sich informieren, sobald der Beitrag online ist. Erhalten Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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