Indikatoren-Trading

Der Aktienmarkt hat den Autopiloten eingeschaltet. Seit schon acht Wochen wird jede Woche mit einem Kursplus abgeschlossen. In der ersten Reaktion denkt sich der Anleger zu Recht, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen können. Und dennoch, der Markt schiebt sich in die Höhe, das wiederum lässt Anleger Gewinne erzielen und das führt zu neuem Interesse am Aktienmarkt. Es wird Zeit für eine Abkühlung.

Die Marktteilnehmer erfreuen sich derzeit an den Unternehmensgewinnen, die es noch gibt. Es gab in der laufenden Berichtssaison auch einige Ausreißer, einige Unternehmen konnten die Erwartungen nicht erreichen. Und andere mussten gar ihre Prognosen zurücknehmen. Doch im Moment findet sich kein Gehör am Markt für Risiken. Besonders interessant ist, dass noch vor Kurzem der Aktienmarkt Sorge vor zehnjährigen US-Staatsanleihen hatte, als deren Rendite in die Nähe von 3 % heran liefen. Nun notiert dieser Wert seit einer Woche fest über dieser kritischen Marke, doch ignoriert der Markt diesen Umstand. Einfach zusammengefasst führt eine steigende Rendite bei Anleihen zu geringerem Interesse an Aktien (mehr zu den Zusammenhängen).

DAX, Stundenchart, Stand 13.077 Punkte

In der abgelaufenen Woche ging es besonders um den Umgang des Marktes mit einer Seitwärtszone (hellblauer Bereich) welche sich in dem Preisbereich zwischen 12.934 und 13.034 Punkten gebildet hatte. Konnte ein Ausbruch tatsächlich gelingen, war eine Frage, die sich die Anleger fast schon täglich gestellt haben. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und der Index übersprang die Widerstandszone bei 13.034 Punkten. Damit ist ein Ausbruch nun spruchreif. Die Spannweite betrug 100 Punkte.

Ein Ausbruch aus einer Seitwärtszone bedeutet in der Regel, dass diese Spannweite in Ausbruchsrichtung abgearbeitet wird. Dieser Prozess lief auch schnell ab und damit war das Thema Seitwärtszone vom Tisch. Hier wird es nun spannend. Wird der Ausbruch über die Widerstandszone bei 13.034 Punkten dauerhaft Bestand haben können?

Solange die genannte Schlüsselmarke verteidigt werden kann, sind steigende Notierungen möglich. Da die Rahmenbedingungen an der Börse jedoch nicht für eine direkte Fortsetzung des laufenden Anstiegs sprechen und es wahrscheinlich ist, dass der Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen nicht dauerhaft ignoriert werden kann, ist mit einer baldigen Abkühlung zu rechnen.

Short Signal ID 2075

Ein Fall unter die Schlüsselmarke bei 13.034 Punkten egalisiert sofort alle positiven Hoffnungen der Marktteilnehmer. Es kommt dann schnell zum Test der Bereiche bei 13.000 Punkten und dann auch bei 12.950 Punkten. Ein Bruch dieser letzteren Marke würde zum Fall bis in den Bereich bei 12.861 Punkten führen.

An der Börse sind die Kurse deutlich weiter nach Norden gelaufen, als das Marktumfeld an Potenzial zu bieten hat. Manche Teilnehmer vermuten, dass der Auslauf von Terminkontrakten in der abgelaufenen Woche zu diesem beschriebenen Ausbruch geführt hat. Einen dauerhaften Ausbruch traut man dem DAX derzeit nicht zu. Anleger sollten sich auf eine schwächen Wochenverlauf einstellen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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