Buchtipp

Der DAX befindet sich in einer schwierigen Lage. Die Anleger wünschen sich noch bessere Zeiten und wollen den Index daher deutlich höher sehen. Solch eine Hoffnung bleibt bisher unerfüllt, denn da sind die vielen Probleme, über die sich der Markt nicht hinwegsetzen kann. Mal sind das Handelskriege, mal militärische Auseinandersetzungen und für die kommenden Wochen auch größeres Enttäuschungspotenzial bei den Unternehmen.

Beim Handel am Freitag zeigte sich an der Wall Street eine Entwicklung, die bezeichnend für die kommenden Wochen sein wird. Obwohl einige Großbanken vor Börseneröffnung gute Ergebnisse präsentieren konnten, verlor der Bankenindex über zwei Prozent. Ein herber Tagesverlust. Anleger waren enttäuscht über die vorgelegten Zahlen. Der Grund ist naheliegend und wurde in diesem Blog schon öfter thematisiert. Es ist für die Unternehmen kaum noch möglich, die extremen Erwartungen des Marktes zu erfüllen. Das Enttäuschungspotenzial bei der anstehenden Berichtssaison ist jenseits und diesseits des Atlantiks hoch.

DAX, Tageschart, Stand 12.442 Punkte

In der letzten Handelswoche konnte der DAX ansteigen, trotz verschiedener Androhungen und Gegendrohungen zwischen den Großmächten USA und Russland. Dabei wurde die kritische Zone bei 11.830 Punkten deutlich verlassen. Zugleich stieg die Stimmung der Marktteilnehmer, die sich trotz einer möglichen Konfrontation nicht von einem Aktienkauf abhalten lassen wollten. Am Wochenende kam es dann tatsächlich zu einem US-amerikanischen Angriff in Syrien. Es wird nun spannend zu verfolgen sein, wie die Anleger am Montagmorgen darauf reagieren werden.

Der DAX hat sein Aufwärtspotenzial von 12.600 Punkten fast ausgeschöpft. Mit seinem Hoch bei 12.523 Punkten am Freitag verließen ihn die Kräfte und der Tagesgewinn wurde wieder hergeben. Damit ist eine schwache Tageskerze entstanden, ein sogenannter Shooting-Star, der einen langen Docht und einen kleinen Körper besitzt. Allein die schwache Kerze reicht noch nicht, um sofort sinkende Kurse in Aussicht zu stellen, doch die Wahrscheinlichkeit nimmt zu. Sollte es dem Index gelingen, über dem Bereich bei 12.495 Punkten zu verleiben, dann wäre ein letzter Anstiegsversuch bis 12.650 Punkte möglich. Spätestens an dieser Stelle würde sich eine Anstiegsbewegung dann erschöpfen.

Short Signal ID 2049

In der kommende Woche sind fallende Kurse zu favorisieren, besonders, wenn der Index unterhalb von 12.411 Punkten notiert, werden sich vermehrt Anleger von ihren Wertpapieren trennen wollen. Dabei hat ein Abverkauf ein erstes Ziel bei 12. 050 / 12.100 Punkten, je nachdem, wie lange der Index braucht, um die steigende gestrichelte Linie an dieser Stelle zu erreichen. Dort wird es zu einem Test kommen, ob sich neue Käufer finden werden oder ob der DAX weiter auf tiefere Ebenen abrutscht.

Obwohl in den Medien derzeit besonders viel über den militärischen Konflikt in Syrien berichtet wird, geht es im Wesentlichen darum, dass der Aktienmarkt auf einem Niveau notiert, der zu hoch für das Ertragspotenzial der Unternehmen ist. Man versucht bisher noch den Schein zu wahren, doch das Enttäuschungspotenzial ist groß. Anleger sollten dieses Thema, zusätzlich zu den weiteren Dingen, die dem Markt ebenfalls Sorgen bereiten, im Hinterkopf behalten.

Nutzen Sie unser Indikatoren-Trading, derzeit in der Einführungsphase, um rechtzeitig Trends zu erkennen (hier den DAX ansehen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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