Buchtipp

Die Aktie von Gazprom befindet sich unter starken Druck, wie so viele andere russische Werte derzeit auch. Anleger sind über den heftigen Abverkauf überrascht und haben kaum die Möglichkeit in Ruhe nachzudenken. Zu stark ist der Verkaufsdruck und zu groß die Menge der Verkäufer. Die Lage ist kritisch und das zeigt sich an dem aktuellen Kursverlauf. Wie wird es mit dieser Aktie weitergehen? Kann der Kurssturz aufgehalten werden oder droht noch weiteres Unheil?

Der Abverkauf am russischen Aktienmarkt, und damit auch die von Gazprom, begann mit der Verkündung der Sanktionen der US-Regierung gegen Russland. Während man über die Auswirkungen solcher Maßnahmen nur spekulieren kann, ist der Blick auf das Chartbild von größerer Bedeutung. Mit der technischen Analyse lässt sich zumindest die bisherige Reaktion der Marktteilnehmer festhalten und daraus die weitere Kursbewegung ableiten. So könnte es weitergehen.

Gazprom, Tageschart, Stand 3,53 Euro

Im obigen Chartbild ist der Bruch des Preisbereiches bei 3,85 Euro von elementarer Bedeutung. An dieser Stelle wurde eine steigende Trendlinie gebrochen, die sofort weitere Verkäufe mit sich zog. Dabei wurde auch eine kleine Unterstützungslinie bei 3,75 Euro verletzt. Es kam in der Folge zu einer großen roten Tageskerze.

Anleger sollten sich solch eines starken Verkaufsdrucks bewusst sein. In solch einer Situation ist das Risiko deutlich höher zu werten, als die Chancen im Markt. Wer hier voreilig zugreift, weil er denkt, Aktien günstig zu erwerben, der spielt mit dem Feuer. Die bisherige Konstellation zeigt nämlich weiter Luft nach unten an.

Unterhalb des Preisbereiches bei 3,75 Euro geht es direkt weiter nach Süden. Das erste Kursziel liegt bei 3,25 Euro. An dieser verläuft eine Unterstützungslinie, die das Verlaufstief aus August 2017 anzeigt. Hier könnte es zunächst zu Kaufinteresse kommen und der Abverkauf kurzzeitig gebremst werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass der Verkaufsdruck nicht abnehmen wird. Ausschlaggebend ist hier der große fallende Trendkanal, der bereits eine Zielzone bei 2,90 Euro anzeigt.

Die Anleger sind in Unruhe. Mit jedem Tag, an dem die Unsicherheit weiter dominiert, werden sich weitere Aktionäre zum Verkauf ihrer Anteile entscheiden und damit die Abwärtsbewegung weiter anfachen. Für den Moment werden sich Käufer nicht beeilen, um Wertpapiere zu erwerben und lieber abwarten. Erst das Kursziel bei 2,90 Euro ist ein Niveau, an dem neues Interesse aufkommen sollte.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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