Buchtipp

Die Aktienmärkte sind im Bann der Politik. Kein Tag vergeht, an dem nicht der Handelskrieg zwischen USA und China das Thema auf dem Parkett bestimmt. Diese Unsicherheit zeigt sich im bisherigen Kursverlauf. Beim DAX hat sich dennoch eine Aufwärtsbewegung etabliert, die den Anlegern Hoffnung auf bessere Zeiten macht. Das Dilemma dieses Anstiegs ist jedoch, dass er zum Scheitern verurteilt ist. Die Frage ist nur von welchem Niveau aus.

Die Anleger stehen nun vor der schwierigen Frage, inwieweit ein Handelskrieg ihre Investitionen gefährden könnte. Kommt es zu einer Eskalation oder doch noch zu einer Einigung in letzter Minute? Darauf gibt es bisher keine Antwort und das zerrt an den Nerven. Jedes Wort der Kontrahenten wird auf die Goldwaage gelegt, und noch bevor die Marktteilnehmer sich einen Reim darauf machen können, haben Handelscomputer begonnen zu kaufen oder zu verkaufen und die Marktrichtung damit bereits vorgegeben. So ist die derzeitige Marktlage von Unsicherheit geprägt, die nicht so leicht verfliegen wird.

DAX, Tageschart, Stand 12.241 Punkte

Die Käufer von heute sind keine langfristigen Anleger. Das ist ein wichtiger Unterschied zu den vergangenen Jahren an der Börse. Es geht derzeit allein darum, kurzfristiges Potenzial auszunutzen. Im DAX war die Verteidigung des Preisbereiches bei 11.830 Punkten eine Gelegenheit, um an einer Gegenbewegung zu partizipieren.

Zunächst sieht es so aus, als würde der DAX nun in einen Korrekturmodus wechseln. Die Erwartung der Marktteilnehmer ist leicht positiv. Diese Haltung steht jedoch unter dem Risiko, dass die Politik jederzeit die Parameter verändern kann. Ein falsches Wort aus dem Mund des US-Präsidenten und die Märkte drehen wieder nach Süden. Gleiches gilt für Maßnahmen seitens China, die sich auf Vergeltungsmaßnahmen vorbereiten.

Analysiert man allein die technischen Gegebenheiten aus dem obigen Chartbild, dann hat sich der DAX aus der direkten Gefahr eines Kurssturzes befreien können. Solange der Preisbereich bei 12.150 Punkten verteidigt werden kann, sollte es direkt aufwärtsgehen. In diesem Fall würde der Index eine Zielzone bei ca. 12.600 Punkten ansteuern.

Short Signal ID 2043

Solch ein Anstieg wird zunächst wohlwollend von den Marktteilnehmern aufgenommen werden, doch er wird nicht von Dauer sein. Nicht nur das Risiko bezüglich des angesprochenen Handelskrieges besteht, sondern auch die aufkommende Berichtsaison sollte (negative) Überraschungen bereithalten.

Sofern die Politik nicht allzu sehr dominiert, sollte es in der kommenden Woche zu einer Fortsetzung der laufenden Aufwärtsbewegung kommen. Das Aufwärtspotenzial ist wie beschrieben begrenzt. Zu sehr lauern Gefahren für die Anleger, sodass sich überzeugte Investoren zurückhalten werden.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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