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Obwohl der Wochenbeginn beim DAX passabel begann, und sich Anleger Hoffnungen auf eine Gegenbewegung machen konnten, endet er wieder sehr schwach. Der ganze Tagesgewinn wurde komplett wieder hergegeben. Zu stark sitzt der Schreck den Anlegern in den Knochen, als das sie den Mut hätten längerfristig zu investieren. Mit jedem Tag an dem die Kurse nachgeben, werden sich mehr Anleger aus dem Markt verabschieden und was noch schlimmer ist: Sie bleiben fern.

Die Sache mit den Abgaben wird zunehmend gefährlich. Bisher haben die Investoren von einer ausgiebigen Korrektur gesprochen, so als seien die Kursstürze vergänglich. Häufig schwang in solchen Aussagen die Hoffnung mit, dass man nur stark genug an den eigenen Aktien festhalten müsse und dann werde sich der Aktienmarkt wieder beruhigen. Doch plötzlich wollen die Kurse nicht mehr ansteigen und nun leidet auch das Vertrauen der Anleger an den Markt. Ohne Vertrauen bleiben Käufer weg und ohne Käufer steigen die Kurse nicht.

DAX, Stundenchart, Stand 11.787 Punkte

Wann immer die Kurse derzeit an der Börse nachgeben, wird als Grund der Handelskrieg (hier Beitrag lesen) vorgehalten. Interessanterweise werden Gerüchte herumgereicht, ob die Deutschen der US-Regierung nicht entgegengekommen sein könnten, um sich Ausnahmeregelungen zu erlangen. Natürlich handelt es sich um Spekulationen, doch hier sieht man wieder, dass es auch auf politischer Ebene nichts zu verschenken gibt. Wäre nämlich solch eine Abmachung tatsächlich der Fall, wäre das wieder ein Schritt in ein neues lokales Denken. Jeder Staat agiert für sich, was auch zunehmend in das protektionistische Umfeld passen würde, welches sich gerade entwickelt.

Die Anleger sind besorgt und schicken den DAX auf Talfahrt. Das ist nicht ungewöhnlich, denn die Käufer am Morgen, die vorübergehend einen Anstieg initiieren konnten, sind keine wirklichen Investoren. Sie spekulieren auf kleine Gegenbewegungen, z. B. ein DAX oberhalb von 11.860 Punkten ist positiv, und verlassen ihre Positionen schnell wieder, nachdem ein paar Punkte Gewinn erzielt werden. Ohne eine stabile Käuferbasis bleibt jede Gegenbewegung heikel. Sie war in den letzen Jahren die Basis für einen unkaputtbaren Markt. Diese Basis bröckelt gerade.

Short (ID 2035) bei 11.961 Punkten

In den kommenden Tagen sollte die Volatilität hoch bleiben. Sollte der DAX die Unterstützungslinie bei 11.860 Punkten (Tageschart) zurückerobern, dann könnte tatsächlich eine Korrektur einsetzen. Ohne solch eine Erfolgsmeldung bleibt es kritisch und der Index wird sich weiter nach Süden orientieren müssen. Anleger sollten das aktuelle Treiben an den Börsen nicht mir normalen Kursbewegungen gleichsetzen. Es handelt sich um eine Fluchtbewegung. Wer aus dem Markt herauskommt, der meidet diesen zunächst. Viele Verkäufer stehen dann wenigen Käufern gegenüber, weshalb die Kurse fallen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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