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Nachdem im Februar stürmische Zeichen vorherrschten, kann sich der Aktienmarkt jetzt etwas stabilisieren. Der DAX kann sich dabei von seinem direkten Verkaufsdruck befreien. In der Folge fassen vermehrt Anleger Mut für neue Investitionen. Diese Zuversicht speist sich jedoch allein aus steigenden Notierungen der US-Börsen und ist fundamental nicht unterlegt. Anleger sollten daher von einer vorübergehenden Pause im Abwärtstrend ausgehen. Die Probleme des Marktes bestehen weiterhin.

Bis zum Beginn der letzten Woche wurden direkt weiter sinkende Kurse am deutschen Aktienmarkt favorisiert. Doch dann meldete sich am letzten Donnertag der EZB-Präsident Draghi zu Wort und redete marktfreundlich. Das erfreute die Investoren. Am Freitag wurden dann auch noch US-Arbeitsmarktdaten gemeldet, auf die der Markt außergewöhnlich positiv reagierte. In der Konsequenz konnte sich der DAX dabei aus seinem direkten Abwärtstrend befreien. Daraus schnell eine neue Aufwärtsentwicklung abzuleiten wäre jedoch voreilig.

DAX, Tageschart, Stand 12.346

Bevor der DAX unter die Lupe genommen wird, ist der derzeitige Zusammenhang mit den US-Märkten interessant. Die Kurse auf der anderen Seite des Atlantiks sind extrem überkauft. Da hilft keine andere Umschreibung. Dennoch klettern die Kurse weiter, denn solange Anleger bereit sind, einen höheren Preis für ein Wertpapier zu bezahlen, dann klettern die Kurse, ohne dass das Sinn machen muss. An der Börse beschreibt man solch eine Situation als „Die Hausse nährt die Hausse“.

Der Deutsche Aktienindex hat sich von seinem direkten Abwärtstrend bei 12.284 Punkten befreien können. Damit ändert sich die Haltung mancher Marktteilnehmer. Sie entledigen sich ihrer Ängste und sehen nun vermehrt Chancen (der Gedanke: „weil die US-Börsen ansteigen“). Der DAX sollte zu Wochenbeginn kurzzeitig den Rückwärtsgang einlegen und damit seine Ausbruchsbewegung korrigieren. Der Kursrückgang sollte bis in den Bereich bei 12.180 Punkten stattfinden. Danach geht es wieder aufwärts. Das Ziel ist die Zone bei 12.550 Punkten. An dieser Stelle ist mit einem Abprall zu rechnen und mit einem Fall der Kurse bis in den Bereich bei 12.200 Punkten.

Short Signal ID 2022

Der Aktienmarkt hat sich weder seiner Sorgen über einen kommenden Handelskrieg, über steigende Zinsen am Anleihemarkt noch über mangelndes Gewinnpotenzial der Unternehmen entledigen können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese genannten Themen wieder dominieren werden. Anleger sollten daher steigende Kurse mit Bedacht aufnehmen. Die derzeitige Marktlage ist gekennzeichnet durch Unsicherheit. Jede voreilige Interpretation einer Twitter Meldung des US-Präsidenten, jedes Gerücht über eine Ausweitung des Handelskrieges kann zu Verwerfungen im Markt führen. Investoren kaufen derzeit nicht aus Überzeugung, sondern damit sie sich keine Kursgewinne entgehen lassen. Sie stehen demnach nicht hinter ihrer Entscheidung und sind jederzeit bereit wieder auszusteigen.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf zeitnah und melden uns bei unseren Lesern mit aktuellen Einschätzungen. Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein (zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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