Indikatoren-Trading

Bei dem Unternehmen Steinhoff weiß der Anleger, dass er nichts weiß. Immer mal wieder kommen Nachrichten, die Hoffnungen unter den Aktionären wecken. Und manchmal auch negative, weil es keine endgültigen Bilanzzahlen vorlegen kann. Und dann kommen Personaldiskussionen hinzu und Termine, die entscheidend sein sollen. Inmitten dieses Durcheinanders befindet sich die Aktie, die nicht zu überzeugen weiß. Die aktuelle Lage ist besonders gefährlich, wenn sich nicht bald Käufer finden.

Auch wenn es rund um das Unternehmen Steinhoff turbulent zugeht, den Anleger interessiert eigentlich nur für Veränderung des Aktienkurses. Anhand jeder neuen Nachricht, welche natürlich positiv ausfallen soll, hofft man auf steigende Notierungen und damit auf einen Gewinn. Was wirklich mit dem Unternehmen los ist und wie die Sache rund um den Bilanzskandal ausgehen wird, ist zweitrangig. Leider bewegt sich die Aktie kaum nach Norden und das wird zunehmend gefährlich.

Steinhoff, Tageschart, Stand 0,38 Euro

Der Blick auf das obige Chartbild visualisiert die brisante Situation. Der Aktienkurs ist abgestürzt und das hat nun besonders hartgesottene kurzfristige Anleger auf den Plan gerufen, die sich vom (angeblich) günstigen Preis haben anlocken lassen.

Mitte Januar kam es zu einem Ausbruch aus einer fallenden Trendlinie. Diese Gelegenheit hätte befreiend wirken können und tatsächlich kam es zunächst zu Kaufinteresse, welches sich als nicht nachhaltig herausgestellt hat. Anstatt, dass nun vermehrt Anleger diesen Wert kaufen, rutscht die Aktie nämlich wieder zurück an die Unterstützungslinie bei 0,33 Euro.

Damit erklärt sich nun die gefährliche Situation. Wer kaufen wollen würde, der hätte bisher gehandelt. Es ist offenbar nicht genug Interesse vorhanden, diese Aktie zum Anstieg zu bewegen. Es braucht nur eine schlechte Nachricht, allein der Zweifel an einer Gesundung des Unternehmens reicht, damit die angesprochene Unterstützungslinie bricht.

Schnell würden sich wieder Anleger von diesem Wert trennen wollen. Es ist davon auszugehen, dass in solch einer Situation niemand bereitstehen würde, um Steinhoff Aktien nachzufragen. Ein Absturz des Kurses wäre die Folge. Noch hat sich der angesprochene Bruch nicht ereignet und noch gibt es die Chance auf eine bessere Kursentwicklung. Mit jedem Tag jedoch, an dem diese kritische Zone nicht nach Norden verlassen wird, nimmt die Gefahr eines Bruchs zu.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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