Indikatoren-Trading

Der DAX kann etwas ansteigen. Die Schwankungsbreite am Markt geht zurück. Schnell sind die Medien zur Stelle und erklären den Kursrückgang am Aktienmarkt für beendet. Diese Schlussfolgerung ist voreilig, denn die technische Betrachtung der Kursbewegung untermalt diese Zuversicht nicht. Ganz im Gegenteil. Die steigenden Kurse der letzten Tage sind eine Korrektur auf den Kurseinbruch Anfang Februar. Damit ist die Hauptrichtung abwärts.

An der Börse ist die Suche nach der nächsten zu erwartenden Richtung gar nicht einfach. Das liegt daran, dass das Ergebnis nicht eindeutig ist und auch nicht sein kann, denn die Schlussfolgerung hängt von der Sichtweise des Betrachters ab. Jemand, der den Aktientrend der letzten Jahre betrachtet, der möchte sich wegen des kürzlich gesehenen Ausverkaufs nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ist jemand erst seit kurzer Zeit investiert und betrachtet das kurzfristige Bild, dann könnte dieser einen Abwärtstrend erkennen, der eine Hauptrichtung nach Süden anzeigt.

DAX, Tageschart, Stand 12.451 Punkte

Ein Blick auf das obige Chartbild zeigt, wie sehr sich der Aktienindex DAX mit seiner Aufwärtsbewegung müht. Wären jetzt viele Anleger bereit, so wie in der Historie gesehen, Aktien zu erwerben, sie würden den Index nach oben treiben. Schnell, kräftig und weit würde der Markt nach Norden klettern und würde dabei schon wieder über 13.000 Punkten notieren. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus.

Obwohl die laufende Korrektur Potenzial bis in den Bereich bei 12.900 Punkten hat, wird diese Chance bisher nicht genutzt. Damit kommen nun Mindestziele zur Betrachtung, an denen bereits ein Abdrehen nach Süden möglich ist. Für den DAX bietet sich der Kursbereich bei 12.600 / 12.650 Punkten an. Wahrscheinlich ist ein positiver Wochenchart und damit eine Annäherung an die benannte Zielzone.

Short Signal ID 2007

Schon bald sollten sich dann wieder Sorgen in die Köpfe der Marktteilnehmer schleichen. Sie haben nun nämlich einen Grund gefunden, der ihnen die Lust am Aktienkauf verdirbt. Es handelt sich um den Zinsanstieg von US-Staatsanleihen. Während in der Vergangenheit nichts die Laune der Anleger verderben konnte, ist das nun anders. Jeder noch so geringe Anstieg lässt die Investoren zittern und Aktien verkaufen. Auch Hedgefonds, die auf fallende Notierungen setzen, haben ihr Interesse an den Börsen wiedergefunden. Zudem bergen die nächsten Unternehmensergebnisse ein Enttäuschungspotenzial. Diese Punkte zusammen laden nicht zum Aktienkauf ein. Die große Nachfrage, um die Indizes wirklich nachhaltig ansteigen zu lassen, bleibt aus.

Der erste Kursrutsch des DAX war zu stark, als das er als Kursdelle abgestempelt werden kann. Anleger sollten nun mit Bedacht vorgehen und damit rechnen, dass es bald wieder in Richtung des Haupttrends, nämlich abwärts, gehen wird.

Die Angst ist nun im Markt. Stellen Sie sich auf viele Wendungen ein. Wir informieren unsere Leser mit aktuellen Einschätzungen zum Börsengeschehen durch unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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