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Der DAX rüttelt die Anleger heftig durcheinander. Nach einem herben Kurseinbruch kommt es zu einer massiven Aufwärtsreaktion, die viele Marktteilnehmer sprachlos zurücklässt. Woher kommen die Käufer und ist dieser Anstieg wirklich nachhaltig, sind die Fragen in den Köpfen vieler. Hilfreich in solch einem Moment ist die zeitliche Betrachtung des Indexverlaufs. Dieser befindet sich nämlich im Korrekturmodus. In dieser Phase glauben Anleger wieder an bessere Zeiten, doch der Schein trügt.

Die Korrekturphase hat ihren Reiz darin, dass sie den Marktteilnehmern eine Normalität suggeriert. Damit ist gemeint, dass die Aktienkurse in der Vergangenheit deutlich gestiegen waren, dann kam es zu einem heftigen Knick und nun steigen die Kurse wieder. Viele Anleger glauben dann, es ginge mit dem ursprünglichen Anstieg weiter und sehen zu, schnell in den Markt zu kommen. Es kommt Nachfrage auf. Gefühlt setzt sich zudem die Marktmeinung durch, dass die Marke bei 12.000 Punkten eine feste Unterstützungszone ist. Anleger werden dadurch mutiger und investieren. Doch diese beschriebene Phase ist nicht von Dauer.

DAX, Tageschart, Stand 12.339 Punkte


Das Besondere an der Korrekturphase ist jedoch, dass die erfahrenen Marktteilnehmer in dieser Zeit aus dem Markt heraus wollen, während die Unerfahrenen genau umgekehrt handeln. Die heftige Marktreaktion vom heutigen Tag, massiver Anstieg am Nachmittag, kann auch wie folgt interpretiert werden: Die großen Investoren sind noch nicht soweit, dass sie ihre Anteile ausreichend reduziert haben. Daher ist es naheliegend, den Teilnehmern einen starken Markt zu präsentieren, damit die Neuanleger das Interesse an Aktien behalten bzw. entwickeln. Dieses Vorhaben kann als gelungen gewertet werden, wie der heutige Tagesverlauf zeigt. Anleger drängen wieder an die Börse und das gar nicht schnell genug. In das sich jetzt formende Kursplus verkaufen die großen Markteilnehmer ihre Wertpapiere.

Short Signal ID 2006

Die Nervosität im aktuellen Marktumfeld rührt daher, dass die Korrekturbewegung zu Ende gehen wird. Das ist den meisten Beteiligten klar, nur das Niveau, an dem das passiert ist noch offen. Das Anstiegspotenzial besteht bis 12.900 Punkte, wie in der Wochenendanalyse vorgestellt wurde. Solange der DAX oberhalb von 12.330 Punkten notiert, lautet sein nächstes Ziel 12.650 Punkte.

Das heftige Hin und Her an den Börsen ist der Unsicherheit der Anleger geschuldet. Viele unterschiedliche Ansichten treffen jetzt aufeinander und zerren somit am DAX. Die einen wollen nicht glauben, dass die langjährige Haussephase zu Ende sein soll. Andere suchen eine Möglichkeit in Cash zu wechseln. Die Volatilität nimmt zu.

In Kürze wird die laufende Korrekturphase beendet werden und dann wird es turbulent. Verpassen Sie keine Analyse. Wir informieren Sie über aktuelle Einschätzungen zum DAX durch unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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