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Die Welt an der Börse ist manchmal verrückt. Während die USA auf die Zahlungsunfähigkeit zusteuern, markieren die US-Indizes Rekordstände. Im Schlepptau dieser unermüdlichen Aufwärtsbewegung befindet sich auch der DAX, der sich ebenfalls in Richtung Allzeithoch macht. Für viele Anleger wird dieser finale Anstieg zum Verhängnis werden, denn dieser ist keinesfalls als nachhaltig zu werten. Schon zu Wochenbeginn sollte sich eine größere Abwärtsbewegung entfalten, die es in sich hat.

Die kommende Woche verspricht extreme Hochspannung. Entgegen den Signalen des Marktes (steigende Notierungen und Nähe zum Allzeithoch) sollte der laufende Anstieg abrupt beendet werden und die Kurse einknicken. Solch eine Entwicklung ist zu favorisieren, solange der DAX unterhalb von 13.480 Punkten verbleibt. Das Besondere wird sein, dass die Marktteilnehmer mit solch einer unerwarteten Wende überrascht werden. Deshalb werden viele Anleger weiterhin an ihren Wertpapieren festhalten, obwohl die Kurse nachgeben werden. Die Indizien für solch ein Szenario lassen sich aus der technischen Analyse ableiten.

DAX, Tageschart Stand 13.434 Punkte

In der vergangenen Wochenanalyse „DAX-Ausblick: Das abrupte Ende“ wurde auf einen komplizierten Marktverlauf hingewiesen, der sich vor einer Trendwende ereignen sollte. Es wurde Folgendes geschlussfolgert:

Sobald ein neues Verlaufshoch erklommen ist, es reichen schon Notierungen oberhalb von 13.425 Punkten, steigt das Risiko einer überraschenden Trendwende stark an. Während sich die Anleger noch an den steigenden Notierungen erfreuen, kommt es zu einem ersten Kursrückgang. Zur Überraschung der Aktionäre erholt sich der DAX nicht von solch einem Rückschlag.

An die obige Markteinschätzung wird nahtlos angeschlossen. Sofort mit dem Beginn der nächsten Woche ist der Trendpfeil auf abwärts gerichtet. Auf der Oberseite hemmt der obere Schenkel des aufgehenden Dreiecks einen weiteren Anstieg, wie im obigen Chartbild zu erkennen ist. Damit kommt wieder der untere Schenkel ins Spiel, der nun wieder direkt angesteuert werden sollte.

Durchblick gewinnen

Die aktuelle Marktlage konnte die Erwartungshaltung der Akteure wieder auf positiv schwenken lassen. Käufer sind jetzt bereit Aktien zu erwerben, die sie sich für einen teuren Preis von den Profis geben lassen. Solch ein Börsenverlauf ist naheliegend, denn bei jeder Transaktion braucht es beide Parteien. Jemanden, der seine Wertpapiere hergeben will und jemanden, der zu diesem Preis bereit ist zu kaufen. Anleger in einem positiven Börsenumfeld sind natürlich bereit teure Aktien zu erwerben und darauf kommt es derzeit an.

In der neuen Handelswoche kann sich der DAX vor fallenden Kursen nur retten, wenn er es schafft, sich oberhalb von 13.525 Punkten festzusetzen. In allen anderen Varianten ist der Index sofort korrekturanfällig, besonders unterhalb von 13.480 Punkten. Diese derzeit für die Marktteilnehmer unerwartete Wende sollte den DAX in mehreren Etappen bis an ein Kursziel bei 12.755 Punkten sinken lassen.

Die Börsenlandschaft wird in den kommenden Wochen ruppig werden. Behalten Sie die Orientierung und lesen Sie unsere Analysen zum Börsengeschehen. Erhalten Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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