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Die Commerzbank Aktionäre haben Höhenluft geschnuppert. Ihre, von den Marktteilnehmern lange Zeit verschmähte, Aktie ist plötzlich zu einem Gewinnbringer geworden. Allein in diesem Jahr konnte der Aktienkurs um 50 % ansteigen und notiert gerade an seinem Jahreshoch. Die Aktionäre sind aus dem Häuschen. Und genau in solchen Momenten fühlen sich die Anleger viel zu sicher. Alles scheint dann für eine Fortsetzung des Anstiegs zu sprechen. In der Regel kommt es genau dann zu einem Abverkauf.

Die Commerzbank Aktie klebt im Preisbereich bei 11 Euro. Es fühlt sich so an, als würde niemand seine Anteile verkaufen wollen. Die Anleger bleiben standhaft und verteidigen diese Marke. Es macht den Anschein, als sei es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Anstiegsbewegung beginnen wird. Außer Acht gelassen wird, dass diese Aktie wenig Substanz hat. Käufer spekulieren auf eine bessere Zukunft und das ist schon alles. Etwas wenig möchte manch ein Beobachter zurecht sagen.

Commerzbank, Tageschart, Stand 11,10 Euro

Besonders am Ende von langen Trendphasen am Aktienmarkt kommt es zu einer Belebung von Aktien, die zuvor niemand haben wollte. Diese wurde während einer guten Börsenphase links liegen lassen. Andere Werte boten mehr Potenzial, bessere Aussichten und mehr Substanz. Jetzt, nachdem die begehrten Werte schon ordentlich im Preis gestiegen sind, suchen Marktteilnehmer nach Alternativen. Man stürzt sich auf die Reste am Aktienmarkt. Also auf Werte die zurückgeblieben sind und nicht von der guten Börsenphase profitiert haben. Ein ähnlicher Wert, wie das Commerzbank Papier, ist die Aktie von Lufthansa. Diese konnte sich im Kurs gar verdoppeln.

Im Moment kommt die Commerzbank Aktie nicht mehr vorwärts. Offenbar ist hier ein Niveau erreicht, an dem neue Käufer sich zunächst zurückhalten. Die Aktionäre sind noch nicht bereit ihre Anteile herzugeben. Somit kommt es zu einer abwartenden Haltung, wie es im obigen Chartbild zu erkennen ist. Diese Phase ist jedoch nicht von Dauer.

Es ist nun wahrscheinlich, dass sich die Anleger schon bald Sorgen um ihre auflaufenden Gewinne machen werden. Besonders, wenn der Gesamtmarkt zu Abgaben neigt, wird man sich auf die Verkaufsseite stellen. Erst zaghaft und dann immer deutlicher sollte es dann zu einem Abverkauf kommen, der den Aktienkurs bis in den Bereich bei 9,30 Euro drücken wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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