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Die Aktionäre von Nordex sind enttäuscht. Das Chartbild ist nämlich ein Trauerspiel. Schnell werden nun Gründe gesucht, warum der Aktienkurs so tief gefallen ist. Ob das negative Analystenmeinungen sind oder Marktteilnehmer, die das wahre Potenzial dieser Aktie nicht erkennen. All das dient der eigenen Beruhigung. Doch in Wirklichkeit kann niemand etwas für die Lage des einzelnen Anlegers. Das weiß dieser nicht oder will es nicht wissen. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe.

An der Börse möchte ein Investor Geld verdienen. Das ist so einfach, wie es niedergeschrieben wird. Er versucht günstige Werte ausfindig zu machen und diese profitabel wieder zu veräußern. Es handelt sich sozusagen um eine Zweckgemeinschaft. Hier machen vor allem Privatanleger einen Denkfehler. Sie lassen sich zu sehr von ihrem Investment einnehmen. Sie liefern sich den Kursbewegungen aus. So auch die Anleger bei diesem Wert.

Nordex, Tageschart, Stand 10,62 Euro

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, wie lange diese Aktie schon fällt. Jetzt gab es immer wieder die Möglichkeit, dass die Aktie dreht und wieder ansteigt. Besonders Privatanleger glauben bei nachgebenden Kursen, dass diese ein vorübergehendes Ereignis ist. Zudem gehen sie von einer günstigeren Aktie aus, je tiefer der Kurs fällt. An der Börse bekommt man jedoch nicht immer das Gleiche. Unternehmen verlieren Aufträge und Marktanteile. Irgendwann ist eine frühere höhere Bewertung nicht mehr gerechtfertig. So auch bei diesem Wert.

Nun gibt es Anleger die möglicherweise zu höheren Kursen gekauft haben. Sehr wahrscheinlich ist, dass diese lange an ihrem Wert festgehalten haben. Sie haben immer auf eine bessere Kursentwicklung gehofft. Irgendwann haben sie vielleicht auch noch nachgekauft, um (gefühlt) ihre Aktie zu stützen und den Kursverfall aufzuhalten. Genutzt hat das alles nichts.

Neuveröffentlichung

Hier ist die Frage, warum ein Anleger sich zu sehr einnehmen lässt. Es gibt keinen Grund so lange investiert zu bleiben. Hätte man doch viel früher verkauft, ist ein häufig gehörter Satz unter den Betroffenen. Als man die Gelegenheit hatte, wollte man nicht und dann war es zu spät. Dabei ist es nie zu spät, wie man an der obigen Kursentwicklung verfolgen kann.

Hilfreich ist es, wenn man bereits zur Positionseröffnung, eine Verkaufsorder mit einem Stoppkurs setzt. So kommt man nicht ins Grübeln, wenn die kritische Phase erreicht wird. Vor allem jedoch beendet man die Investition mit einem geringen Verlust.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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