Indikatoren-Trading

An der Börse ist die Welt aus den Fugen geraten. Dies zu erkennen ist nicht schwer, dennoch machen die Marktteilnehmer mit. Woche für Woche drängen daher die Kurse weiter nach oben. Tag für Tag werden Allzeithochs erreicht. Dieses Marktverhalten entsteht zum Ende eines Haussezyklus. Anleger glauben dann, sie könnten nicht anders, als jetzt noch Aktien zu kaufen. Sie ignorieren Risiken und das rächt sich. Ein Sell Off wird jetzt immer wahrscheinlicher.

Warum steigt der DAX so vehement, ist eine Frage, die sich viele Beobachter immer wieder stellen. Diese Frage ließe sich ausführlich beantworten. Der Kern der Information würde lauten, dass Verkäufer für ihre Handlung bestraft und Käufer für ihre riskantes Geschäft belohnt werden. Folglich kommen immer mehr Anleger unter Zugzwang. Sie sehen, dass andere weiter Gewinne erzielen, während man selbst an der Seitenlinie steht. Unternehmen, die das Geld ihrer Kunden verwalten, geraten in Not, weil sie in der Performance ihres Portfolios zurückfallen. Auch sie drängen in den Markt. Rationale Überlegungen werden in solch einer Phase über Bord geworfen.

DAX, Tageschart, Stand 12.716 Punkte

Der DAX hat sich verselbstständigt. Er steigt, und weil er das macht, kaufen Anleger Wertpapiere und das führt zu mehr Nachfrage. Dadurch kommt es wiederum zu steigenden Kursen. Es gibt kaum noch Zeit zum Nachdenken. Aktienkurse steigen und wer zögert, dem rennen die Preise davon. Also wird zu jedem neuen Kurs gekauft, egal wie hoch die Preise auch sein mögen. Eine besondere Funktion übernehmen hier die elektronischen Markteilnehmer, die jedes Hoch zu immer stärkeren Käufen nutzen. Zu viele Marktteilnehmer setzen dabei auf steigende Notierungen. Folglich wird der Kursanstieg im DAX immer steiler.

Am Freitagabend hat der DAX nachbörslich bereits den Preisbereich bei 12.840 Punkten erreicht. Das ist dem oben geschilderten Mechanismus geschuldet. Dabei findet heute die Wahl zum französischen Präsidenten statt. Diese Unsicherheit sollte die Kaufwut der Marktteilnehmer eigentlich bremsen, tut sie jedoch nicht, denn zum Denken fehlt ja im Moment die Zeit. Anleger gehen fest von einem Sieg des finanzmarktfreundlichen Kandidaten Macron aus, der auch in den Prognosen deutlich in Führung liegt.

Unser Signalservice

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Zu Beginn der kommenden Woche kann ein letztmaliger Kurssprung möglich sein, da auch die letzten Käufer, welche Sicherheit über den Wahlausgang haben wollten, nun handeln werden. In diesen Kaufüberhang hinein werden die Verkäufer gerne ihre Papiere veräußern. Sollte die Kandidatin Le Pen gewinnen, würde dieser finale Kurssprung ausfallen. Dann geht es direkt wie folgt weiter.

Im Moment ist der DAX, schon seit längerer Zeit, heftigst überkauft. Ein bereinigendes Gewitter ist dringend nötig. Ein deutlicher Ausverkauf (SELL OFF) wird die Marktteilnehmer überraschen. Dieser sollte jedoch nicht schnell vorüber sein, sondern der Verkaufsdruck sollte hoch bleiben, so wie im obigen Chartbild ersichtlich ist.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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