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Die Spannung an den Börsen ist wieder einmal hoch. Das war sie vor vielen anderen Ereignissen auch. Diesmal konzentriert man sich auf die Wahlen in Frankreich. Dabei geht es weniger um die Sorgen der Marktteilnehmer, als um einen Vorwand, eine lahmende Börsenlandschaft zu beschreiben. Bisher hofft man noch auf ein gütlichen Ausgang, weshalb der DAX bisher nicht stärker nachgegeben hat. Dies wird sich in der kommenden Woche ändern.

Noch in den letzten Tagen der vergangenen Handelswoche war man unter den Anlegern angeblich besorgt. Es ging natürlich um den Ausgang der französischen Wahl am heutigen Tag. Angeblich, so die endlose Wiederholung, sei ja Unsicherheit unter den Anlegern nicht gern gesehen. Unweigerlich erinnert sich der Beobachter an den Brexit, der nicht hätte sein dürfen oder an den Kandidaten Trump, der nicht hätte gewählt werden sollen. Und was hat das an der Börse verändert? Obwohl die Ausgänge unerwartet waren, setzten die Börsen dennoch zu einem Kursanstieg an. Um politische Themen geht es an der Börse nicht.

DAX, Tageschart, Stand 12.048 Punkte

Bereits in der letzten Analyse „DAX-Ausblick: Risiken nehmen zu“ wurde auf das aktuelle Szenario hingewiesen. Der DAX sollte an seinem Allzeithoch scheitern und dann einen Rückwärtsgang einlegen. Dieser sollte ihn bis zur Unterstützungslinie bei 12.000 Punkten führen. Diese erste Bewegung ist nun abgeschlossen und der Index befindet sich aktuell in einer Gegenbewegung.

Diese findet nur unter Anstrengung statt. Der Index müht sich sozusagen, nach oben zu kommen. Zudem hat sich eine Lethargie eingeschlichen, sodass viele Stunden eines Handelstages in einem sehr engen Kursband ablaufen. Der DAX bewegt sich in solchen Zeiten kaum. Dies verdeutlicht, die Unsicherheit unter den Anlegern. Es fällt den Käufern schwer, den Schwung der letzten Wochen und Monate fortzuführen.

Die tatsächliche Ausgangslage ist eine Sättigung am Markt. Dies wird zunehmend zur Abnahme der Käufer führen. Investierte Gruppen werden Gewinne mitnehmen wollen. Mit jedem Tag, an dem der DAX nicht vorwärtskommt, steigt die Wahrscheinlichkeit für das Szenario, das sich aus dem obigen Chartbild ablesen lässt.

Unterhalb von 12.150 Punkten kommt es zu einer Zunahme der Verkäufe. Das führt zu Druck unter den Anlegern, die sich geneigt sehen, ebenfalls zu verkaufen. Ein Fall des DAX unter 11.941 Punkte bestätigt, dass sich der Index bereits auf dem Weg zu seinem Kursziel bei 11.430 Punkten befindet. Mit größeren Tageskerzen und stetigen Verlusten sollte diese Bewegung ablaufen.

Dieser vorgestellte Kursrückgang wird den DAX zudem wieder in seinen ehemaligen Trendkanal zurückführen. Dies wird natürlich Auswirkungen auf die weitere Prognose haben. Wir halten Sie über aktuelle Einschätzungen auf dem Laufenden. Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein (hier).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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