Indikatoren-Trading

Der DAX kann sich einer ersten deutlicheren Abwärtsbewegung erwehren. Immer wenn der Verkaufsdruck zunimmt, kommen Kaufaufträge in den Markt, die einen starken Kursrückgang nicht zulassen. So auch in der letzten Woche. Dadurch steigt die Hoffnung der Anleger, die Börsen würden schon bald wieder im alten Fahrwasser nach oben klettern. Die Rahmenbedingen haben sich jedoch geändert. Die Risiken nehmen zu und das gilt es in diesem Marktumfeld unbedingt zu beachten.

Bezeichnend war die Kursreaktion des DAX am letzten Freitag auf die Terrormeldung aus Stockholm, als diese vermeldet wurde. Der Index gab Gas und drängte immer weiter nach Norden, obwohl solch eine Nachricht die Unsicherheit der Anleger erhöhen müsste und diese folglich ohne neue Positionen ins Wochenende gehen müssten. Der kriegerische Konflikt der USA mit Syrien und damit auch mit Russland erreicht eine neue Stufe und wird von den Börsen ignoriert. Die Gier im Markt ist bisher ungebrochen und das, obwohl vor allem politische Risiken zunehmen.

DAX, Tageschart. Stand 12.225 Punkte

Der DAX ist überkauft, überhitzt und braucht dringend eine Korrektur. Dieser Sachverhalt gerät immer wieder in Vergessenheit, wenn sich der Index nicht in die Knie zwingen lassen will. Dennoch ist die Ausgangslage offensichtlich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Marktteilnehmer mit ihren Wertpapierkäufen erschöpft haben. Und dann sind zu viele im Besitz von Aktien und keiner mehr da, der dann noch Wertpapiere erwerben will.

Das obige Chartbild hat sich zum Ausblick der letzten Woche nicht grundlegend verändert. Es kam zu einer ersten Abwärtsbewegung, die sich bisher noch nicht richtig entfalten konnte. Dennoch gibt es eine Verkaufsbereitschaft im Markt, die beachtet werden sollte.

Der Überraschungseffekt ergibt sich aus der Tatsache, dass nun zu viele Anleger einen steigenden Aktienmarkt erwarten. Diese Erwartungshaltung wird jedoch enttäuscht, da es zu sinkenden Notierungen kommen sollte. Der Kursverlauf sollte dann so verlaufen, wie es oben im Chartbild abgebildet ist.

An den Finanzmärkten gibt es keine abschließende Sicherheit. Dennoch nehmen die Risiken aktuell zu. Die Gründe sind politischer Natur aber auch geldpolitische Entscheidungen, die allesamt für Gewinnmitnahmen sprechen und damit für nachgebende Notierungen. Anleger sollten wachsam sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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