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Der Aktienmarkt kann sich der letzten Fesseln entledigen. Der DAX ist nicht zu bremsen. Anleger haben jegliche Risikoaversion abgelegt und drängen unbändig in einen überhitzten Markt, der dringend eine Abkühlung benötigt. In solch einer Phase leidet die rationale Wahrnehmung der Marktteilnehmer. Sie haben sich an die schnellen Kursgewinne gewöhnt und sie wollen noch mehr. Der Bullenzyklus nähert sich seinem Ende.

Derzeit herrscht blinde Gier in den Köpfen der Marktteilnehmer. Aktien bieten nämlich schnelle Kursgewinne und daran wollen immer mehr Menschen mitverdienen. Also werden Wertpapiere zu jedem Preis nachgefragt. Es geht gar nicht mehr um den Aktienkurs und um die Beurteilung einer fairen Bewegung, sondern allein um den Kursgewinn. Solch eine blinde Nachfrage treibt die Aktienkurse, was dann wiederum neues Interesse an der Börse weckt. Dabei können Börsenkurse nicht immer nur steigen, doch davon will die Masse im Moment jedoch nichts wissen. Die Gier hat sie übermannt.

DAX, Tageschart, Stand 12.312 Punkte

Der DAX konnte eine wichtige Trendwendeformation aushebeln und sich so fallenden Kursen widersetzen. Das ist unüblich, da ein steigender Keil recht treffsicher ist. Solch eine Entwicklung zeigt jedoch auch, dass charttechnische Formationen nicht in Stein gemeißelt sind. Will sich die Mehrheit der Börsianer nicht von Mustern beeinflussen lassen, dann helfen auch Trendlinien wenig.

Der deutsche Leitindex hat die vergangene Woche am Hoch der Wochenkerze beendet. Die letzten acht Handelstage wurden allesamt im Plus geschlossen. Dass Kurse nur in eine Richtung tendieren, ist unnatürlich. Kursbewegungen sollten sich in Zickzackmustern abspielen. Werden fallende Kurse als nicht mehr möglich erachtet, dann befindet sich der Markt in einem Übertreibungsmodus. In solch einer Phase trampeln die Bullen die anderen Marktteilnehmer nieder, die von sinkenden Kursen ausgehen. Plötzlich ist der Weg für all diejenigen frei, die steigende Notierungen erwarten, weil alle kritischen Stimmen verstummt sind.

Short Signal ID 1813

Im obigen Chartbild ist zu erkennen, dass sich der DAX an sein ehemaliges Allzeithoch herangekämpft hat. Dieses wurde am 10. April 2015 markiert. Jetzt wollen die Käufer noch höhere Ziele angehen. Das aktuelle Tempo könnte nun darauf schließen lassen, dass solch ein Ausbruch über die Widerstandslinie bei 12.390 Punkten einfach vonstattengehen sollte. Doch dieser besagte Speed hat Kraft gekostet. Der DAX sollte an dem bisherigen Allzeithoch, zumindest im ersten Anlauf, nicht vorbeikommen. Naheliegend ist eine Pause der Aufstiegsbewegung, die sich dann entfalten sollte.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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