Indikatoren-Trading

Der DAX ist schon seit Tagen fällig für einen Kursrückgang. Seine überhitze Ausgangslage legt diese Schlussfolgerung nahe. Dennoch entscheidet die Mehrheit der Marktteilnehmer, ob diese wirklich umgesetzt wird. Es bleibt daher bei einer Gratwanderung in schwindelerregender Höhe. In der kommenden Woche könnten die positiv eingestellten Marktteilnehmer zuerst bestätigt und dann dennoch enttäuscht werden. Die Risiken überwiegen nämlich.

Der Aktienmarkt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Nach einem starken Start in das neue Jahr wurde kein neues Verlaufshoch mehr erzielt. Anleger sind sich auf dem aktuellen Niveau nämlich nicht mehr einig, ob der DAX wirklich die Kraft hat, weiter anzusteigen. Besonders im Bereich über 10.600 Punkten kommt immer wieder Verkaufsdruck auf, der eine Verkaufsbereitschaft unter den Anlegern ausweist. Bisher reichte es jedoch nicht für eine wirkliche Korrektur.

DAX, Tageschart, Stand 11.599 Punkte

Ein Stimmungswandel unter den Anlegern beginnt meist langsam und unbemerkt. Während im Dezember 2016 gefühlt niemand Aktien verkaufen wollte, ist das in diesem Jahr anders. Rote Kerzen im Stundenchart häufen sich. Es gibt also Verkäufer im Markt. Deren Aktienverkäufe werden bisher von kaufwilligen Gruppen immer wieder abgefangen. Diese hoffen, günstig in den Markt gekommen zu sein.

Obwohl der Markt einen robusten Eindruck hinterlässt, könnte sich die Erwartungshaltung von steigenden Notierungen als Trugschluss herausstellen. Es kann zu Wochenbeginn noch einmal zu einem Versuch kommen, den Bereich bei 11.620 Punkten zu überwinden. Insbesondere, wenn der Dow-Jones-Index einen letzten Versuch unternehmen sollte, die ersehnte 20.000 Punkte Marke zu erreichen.

Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten, die jedoch beide an einer Schlüsselmarke die gleiche Information liefern. Sollte der DAX kurz über 11.620 Punkte springen und dann wieder darunter rutschen oder wenn der Index darunter verbleibt, dann lautet die Trendrichtung abwärts. Nur wenn sich der Index über der angesprochenen Marke halten könnte, wären die Aussichten positiv. Davon ist derzeit nicht auszugehen.

An der Börse herrscht eine Ausnahmesituation. Kursverläufe und Anlegerverhalten haben sich aus bekannten Kurs- und Denkmustern verabschiedet. In solch einer Phase sind überraschende Bewegungen naheliegend. Dennoch sollten Anleger die Risiken in der aktuellen Marktlage nicht aus den Augen verlieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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