Indikatoren-Trading

An der Börse ist die Stimmung hervorragend. Das war im Laufe des Jahres nicht immer so. Doch plötzlich soll alles ganz anders sein. Anleger kaufen gierig Aktien und lassen damit die Kurse klettern. Immer mehr Marktteilnehmer lassen sich in den Bann steigender Kurse ziehen. Offenbar, so die allgemeine Interpretation, steigen die Aktienkurse für immer. Diese Denkweise ist aus menschlicher Sicht natürlich und falsch zugleich.

Was haben die Geldpolitik und eine Börsenhausse gemeinsam? Die Zentralbanker der Welt haben eine Situation geschaffen, in der fortwährend Geld zur Verfügung gestellt wird. Keiner muss dafür arbeiten. An den Aktienmärkten ist eine ähnliche Stimmung entstanden. Man glaubt, dass man nur Aktien erwerben muss, und schon werde man wohlhabend(er). Kurse fallen ja nicht mehr und wer wartet, der verpasst womöglich eine tolle Gelegenheit. Auch hier gibt es nur eine Richtung, nämlich aufwärts. Solch eine Denkweise ist falsch. Es gibt nämlich kein Investment ohne Risiko.

DAX, Tageschart, Stand 11.251 Punkte

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Anleger sind nun von der Gier gepackt. Sie wollen an der Börse Gewinne erzielen. Also kaufen sie Aktien, weil das die anderen Anleger ebenso machen. Zudem zieht das Argument, dass es auf das Jahresende zugeht und große Marktteilnehmer diese Zeit nutzen, um mit positiven Kursen ihr Jahresergebnis aufzuhübschen. Man spricht dann von Window Dressing.

Im Moment scheint jede Logik und jede Schwerkraft aus dem Markt verflogen zu sein. Manch ein Beobachter spricht daher auch von einem verrückten Kursverlauf. Immer wieder befeuern auch Aktienrückkaufprogramme den Anstieg. Gerade hat Boeing beschlossen, für 14 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückzukaufen. Geld, so scheint es, gibt es endlos. Sofort beginnt dann die altbekannte Kettenreaktion unter den Marktteilnehmern. Anleger hoffen auf steigende Kurse und kaufen diese Wertpapiere. Die Nachfrage führt tatsächlich zu steigenden Notierungen, welche dann wartende Anleger in Zugzwang bringen, die dann wiederum Aktien erwerben.

Im Moment ist der entfesselten Börsengemeinde mit Argumenten nicht beizukommen. Entweder Anleger machen bei diesem Spiel mit und kaufen ebenfalls Wertpapiere, oder sie halten sich von dem Markt fern. Normal ist solch ein Kursverlauf nämlich nicht, auch wenn die Medien diesen Anstieg mit Nachrichten untermauern wollen.

Nur weil der DAX steigt, heißt das noch lange nicht, dass alles seine Richtigkeit hat. Anleger sollten sich nicht der Gier hingeben. Die laufende Bewegung wird sich nicht als nachhaltig herausstellen. Im Moment gehen gute Aktien, wie Allianz, Beiersdorf, Continental, Henkel oder eine SAP, dieses Tempo der Börsenhausse nicht mit. Es steigen nur die Risikoaktien, wie Commerzbank, Deutsche Bank oder die Automobilwerte, die zuvor niemand haben wollte. Anleger sollten diesen wichtigen Unterschied kennen.

Auch wenn die Börse verrückte Wege einschlägt, auf die Dauer wird die Normalität wieder zurückkehren. Dann sollte man nicht zu denen gehören, die am Hoch gekauft haben.

Wir infomieren Sie über neue Einschätzungen (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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