Indikatoren-Trading

Es ist soweit, die Euphorie hat die Anleger übermannt. Jede Nachricht, unabhängig ob gut oder schlecht, wird als Grund genommen, um Aktien zu kaufen. Steigende Kurse regen das Interesse der Beobachter an. Diese sind dann ebenfalls geneigt zu handeln. Und wenn dann die EZB auch noch Öl ins Feuer gießt, dann kennen die Preise kein Halten mehr. Der DAX eilt von einem Hoch zum nächsten. Wie lange noch?

Die letzten Tage auf dem Börsenparkett verliefen spannend. Zu Beginn der Woche wurden Gerüchte über die zukünftige Geldpolitik der EZB verbreitet. Sofort stiegen die Aktienkurse, da die Investoren ihre Vorfreude nicht zurückhalten konnten. Heute war es dann soweit, die Entscheidung der Zentralbänker war ganz im Sinne der Finanzmärkte. Es wird länger Geld zur Verfügung gestellt und wenn nötig, auch über den verlängerten Zeitraum hinaus. Anleger sind im Rauschzustand.

DAX, Tageschart, 11.179 Punkte

dax-08122016

Der DAX konnte in den letzten fünf Handelstagen satte 800 Punkte hinzugewinnen. In fünf Tagen! Allein schon beim Formulieren dieses Satzes wird die Unnatürlichkeit solch einer Bewegung klar. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen.

Auch wenn es so aussehen mag, als ob die EZB für jedes Problem eine Lösung präsentieren wird, es ist nicht so. Die EZB verfolgt seit Jahren eine Geldpolitik, die keinesfalls erfolgreich ist. Sie senkt die Zinsen, sie kauft Anleihen auf und dennoch erreicht sie ihr Inflationsziel nicht. Sie strampelt sich immer mehr ab. Es ist daher allzu gefährlich, solch einer Institution Vertrauen zu schenken.

Der DAX erreicht gerade eine Begrenzungslinie eines steigenden Trendkanals. Wie im obigen größeren Bild zu erkennen ist, sollte der Preisbereich bei 11.200 Punkten den laufenden Anstieg beenden.

Kurzfristig sollte eine Beruhigung eintreten und die aktuelle Überhitzung abbauen. Der DAX sollte in diesem Fall bis in den Bereich bei 10.800 Punkten sinken. Dort verläuft die obere Begrenzungslinie seines verlassenen Seitwärtskanals.

Im Moment sind die Anleger vollends aus dem Häuschen. Rationelles Denken ist abgestellt und die Gier nimmt überhand. Die Euphorie verleitet zu Kaufhandlungen, die sich in der Zukunft als nicht klug erweisen werden. Darüber wollen die Anleger aber aktuell nicht nachdenken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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