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Die Anleger gewannen heute die Erkenntnis, dass der Aktienmarkt auch mal fallen kann. Und das nicht nur ein wenig, sondern deutlich. Daran haben einige Anleger die letzten Tage und Wochen gezweifelt. Kannte der Aktienmarkt doch nur noch eine Richtung, nämlich die nach Norden. Heute sind daher viele Börsianer auf dem falschen Fuß erwischt worden.

Bis zum Nachmittag lag noch die Hoffnung auf dem stabilen Seitwärtskanal, der nach oben deckelnd und nach unten unterstützend agierte. Die Mehrheit der Marktteilnehmer hoffte über kurz oder lang auf einen neuen Angriff auf das letze Hoch. Daher nahm man das laue Hin und Her um die 9700-Punkte-Markte nicht für voll. Das sollte sich nach dem Mittagessen rächen.

Als am Nachmittag der Index den Seitwärtskanal verließ, folgten der erste Abverkauf, dann die Schockstarre und dann der allgemeine Abverkauf. Bis 9600 Punkte ließen sich die Verkäufer nicht lumpen und hatten das Zepter fest in der Hand.

Die Anleger hatten zwei Dinge nicht beachtet oder auch nicht beachten wollen. Unternehmensergebnisse fallen derzeit schwach aus und gleichzeitig lahmt die Konjunktur in China. Das ist keine gute Mischung, wenn man auf weiter steigende Kurse hofft.

Vielleicht ist durch den Kursrutsch ein Aufrütteln durch die Marktteilnehmer gegangen. In der Form, dass man über die Chancen am Aktienmarkt nachdenkt und auch sich fragt, ob die runde Marke im DAX (10.000 Punkte) wirklich erreicht werden muss.

Viele Investoren wissen um das Korrekturpotential des Aktienmarktes. Bisher hatte man sich mit Verkäufen zurückgehalten, um nicht vorzeitig die Börsenparty zu verlassen. Das ändert dennoch nichts an der Ausgangssituation. Der Markt ist heiß und braucht eine Zeit des Luftablassens.

Aus der Charttechnik ergibt sich zunächst ein Kursziel von 9550 Punkten, weil der Index die Spannbreite des Seitwärtskanals nach unten hin abarbeiten wird. Es sollten aber auch tiefere Kurse in Betracht gezogen werden, weil eine größere Korrektur überfällig ist.

Wer nicht selbst verkaufen will und sich die Chance auf steigende Kurse offenlassen will, der kann Stopp-Loss-Marken setzen und damit einen Mindestgewinn sichern. Eine Gewinnposition sollte jetzt nicht mehr in den Verlustbereich rutschen, nur weil die Anleger zu lange an steigende Kurse glauben. Inwieweit sich Anleger nun vom Markt überraschen lassen, hängt von jedem selbst ab.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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