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Der Goldpreis hat das neue Jahr positiv begonnen und versucht sich zu stabilisieren. Das ist auch bitter nötig, da der Preis ausgehend von 1800 $ stetig auf nun 1240 $ fällt. Nicht wenige Investoren sind schon am Verzweifeln. Das ist ihnen auch nicht zu verdenken bei solch einer langen Durststrecke. Heutzutage ist es schon eine positive Meldung, wenn das gelbe Edelmetall keine neuen Tiefs markiert. Leider ist der positive Start der vergangen Wochen noch nicht gut genug, wie das Chartbild zeigt.

Gold verliert seine Werterhaltungsfunktion. So titeln immer mehr Medien und wollen damit ausdrücken, dass es gar keine Krise mehr zu geben scheint. Erst kürzlich hat sich die amerikanische Notenbank FED in ihrer Konjunktureinschätzung (Beige Book) verhalten optimistisch zur US-Wirtschaft geäußert. Deutlich optimistisch, auch wenn sie es wollte, könnte sie sich auch nicht äußern, da sie dann ihre Stützungsmaßnahmen zurückfahren müsste. Aber das ist ein anderes Thema. Die US-Konjunktur scheint, zumindest statistisch und nach Meinung der Gelehrten, auf dem Weg der Besserung zu sein.

Gleiches Bild in Europa. Solange die Euroretter sagen, die Welt sei in Ordnung und die Europäische Zentralbank bestätigt das auch, dann ist für viele Anleger die Notwendigkeit einer Flucht in Gold nicht mehr gegeben. Die Krise muss gar nicht tatsächlich beendet sein, es reicht, wenn das Gefühl vermittelt werden kann, es wäre so. Zudem hilft die gute Laune der Anleger am Aktienmarkt, die sich an einem fortwährenden Anstieg erfreuen. Gefühlt ist also die Welt in Ordnung.

Das Chartbild zeigt den Kursverfall des Goldpreises. Anleger verlieren das Interesse an einem Investment. Keine Krise – kein Gold, scheint die einfache Denkweise zu sein.

Goldpreis, Wochenchart, Stand: 1242 $

goldpreis-chart-17012014

Wie man anhand des unteren fallenden Trendkanals (schwarzer Pfeil) sehen kann, befindet sich der Goldpreis immer noch in einem Strudel fallender Kurse. Da helfen auch die drei Wochenkerzen seit dem Jahresstart nicht. Erst eine Befreiung, also Kurse außerhalb des Kanals (Preis bei ca. 1280 $) würde Tendenzen einer Bodenbildung aufkommen lassen. Bisher ist einzig positiv, dass der Goldpreis das letze Tief bei 1180 $ verteidigen konnte. Das ist schon mal gut, reicht jedoch noch nicht aus, sogleich auf bessere Zeiten hoffen zu dürfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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