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Derzeit wanken die Anleger zwischen Hoffnung und Sorge. Sie sorgen sich um eine Fortführung der begonnenen Korrektur im DAX. Gleichzeitig gibt es auch Anleger, die von einem kurzen Schütteln ausgehen und bald wieder steigende Kurse erwarten. Diese Unklarheit lässt sich auch im heutigen Tageschart vortrefflich erkennen. Der Börsentag ist bisher nicht Fisch und nicht Fleisch.

In einigen Teilen in Deutschland ist heute ein Feiertag. Feiertagshandel, wenngleich auch ein teilweiser, bedeutet zunächst: Plustage. Kapitalstarke Investoren halten sich fern vom Markt und die Privatanleger glauben an die Kraft der positiven Kurse und kaufen Wertpapiere. Bei wenig Umsatz können sogar kleinere Marktgruppen dann die Kurse bewegen.

Das Hin und Her in den Köpfen der Investoren lässt sich am Tageschart gut ablesen. Erst rauf, dann runter und nun wieder hoch. Für eine klare Richtung konnte sich noch keine Seite entscheiden, ob Käufer oder Verkäufer. So bleibt es bei der Unentschlossenheit, die wir in einem unserer vorherigen Artikel (hier) angesprochen hatten.

Die Themen, die durch die Handelssäle geistern, haben sich gegenüber denen aus dem vergangenen Jahr nicht verändert. Wieder machen sich einige Anleger Sorgen um eine schwache Konjunktur in China. Jedenfalls wird diese Meldung herumgereicht, sobald die Kurse fallen.

Gleichwohl gibt es auch die Meldung über die Sitzungen der FED und der EZB diese Woche. Diese werden positiv interpretiert, da die Zentralbanken bisher ihre schützende Hand über die Anleger gehalten haben. Kurios ist gar die Erwartungshaltung bezüglich der Politik der amerikanischen Notenbank FED. Die Anleger haben sich mental so eingestellt, dass die Kurse (gefühlt) so oder so steigen werden, ob ein strikteres Tapering verkündet wird oder nicht. Die Marktteilnehmer haben scheinbar keine Angst mehr vor einer Verringerung der Stützungsmaßnahmen.

Diese Sorglosigkeit könnte nach hinten losgehen, da die steigenden Kurse der letzten Stunden und Tage das Resultat der Kursverluste vom Jahreshoch sind. Bisher sind die Käufer einen Beweis schuldig geblieben, dass sie fallende Kurse zum sofortigen Einstieg nutzen wollen. Das war 2013 anders.

Nach dem morgendlichen Test der 9400 Punkte steigt der DAX bisher mit höheren Tiefs und bestätigt den Willen, sich nach oben zu drücken. Widerstand bietet der Kursbereich um 9463 Punkte, was gleichzeitig ein Fibonacci-Retracement-Level (23,6 %) darstellt. Also den Mindestrücklaufbereich, der auf die bisherigen Verluste im Stundenchart folgt.

Daher bleibt die Laune unter den Anlegern eher mittelmäßig. Unentschlossen, und ohne dass man sich für eine Richtung entscheiden kann, zuckelt der Index vor sich hin. Abwarten ist auch eine Disziplin, welche Investoren an der Börse beherrschen sollten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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