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Beim Daytrading dominieren die Verluste, das ist die Regel. Wer kennt nicht den Moment, in dem er die Luft angehalten hat, als sein Knockout-Schein kurz vor dem Ausknocken war? Wer erinnert sich nicht an die viel zu große Position, die ihn fast Kopf und Kragen gekostet hätte? Warum macht ein Trader solche Aktionen und bringt sich damit in Schwierigkeiten? Die Antwort ist einfach: Er verkraftet den zuvor eingefahrenen Verlust nicht.

Viele Dinge, die ein Trader macht, würde er im echten Leben nicht machen. Niemand würde einen Marathonlauf mit einem 100-Meter-Sprint beginnen. Genau das machen Trader, wenn sie mit vollem Einsatz die nächsten fünf Punkte im DAX erraten wollen. Erst nachdem die eigene Position mehrere Male ausgestoppt wurde und sich schnell die Verluste angehäuft haben, erkennt der Trader, was er am Nachmittag so angestellt hat. Er hat sein Geld sinnlos aus dem Fenster geschmissen.

Nie und nimmer hätte er für fünf Punkte DAX-Bewegung soviel Geld riskieren sollen. An der Börse passieren solche irrationalen Dinge täglich. Es liegt in der Natur des Menschen, gelegentlich das Hirn auszuschalten. Meist lässt der Markt solch ein unüberlegtes Verhalten nicht ungestraft durchgehen. Der Trader darf so lange raten, bis das Tradingkonto geleert ist. Dann hilft auch späte Einsicht nicht mehr.

Wer schon einmal einen KO-Schein erworben hat, der einen viel zu großen Hebel auswies und dazu knapp am KO-Level notierte, der weiß, wie irritierend die Kurssprünge solch eines Wertes sind. Auch in solch einem Fall ist der Trader mit vollem Einsatz im Markt, weil er sich sein Geld zurückholen will, das er zuvor verloren hat. Da sind sie wieder, die Verluste. Sie behindern andauernd die klare Sichtweise der Trader.

In der Regel macht ein Trader dann Kamikazeaktionen, wenn er mit den Nerven am Ende ist. Es soll einfach mit den Verlusten Schluss sein und es soll nun mit dem Trading klappen. Egal, in welche Richtung er investiert, der Trade geht jedoch schief. Der Markt scheint etwas gegen den Trader zu haben. Um es genau diesem (bösen Markt) mal so richtig zu zeigen, holt der Trader sein ganzes Geld auf den Tisch und will ihm beweisen, dass er doch was drauf hat. Er fährt die großen Einsätze auf. Große Risiken gehen fast ausnahmslos mit großen Verlusten einher. Das Ende ist bekannt.

Wer diese Zeilen liest, wird sich an die eine oder andere Situation in seinem Tradingalltag erinnern. Fast jeder hat das zuvor Beschriebene bereits erlebt. Sobald die Verluste einem das rationelle Denken beschneiden, ist der kurzfristige Anleger besonders empfänglich für Fehler. Dieser Vorgang passiert automatisch und es gelingt nur wenigen, sich diesem Prozess zu entziehen. Genau das ist jedoch nötig, um sich endlich aus diesem Teufelskreis der Verluste zu befreien.

An folgende drei Ratschläge sollte sich ein Trader immer wieder erinnern:

  • Verluste dürfen nicht hoch werden.
  • Verluste dürfen nicht weh tun.
  • Verluste sind keine persönliche Niederlage.

Um den Weg von den Verlusten zu den Gewinnen einzuschlagen, muss ein Trader seine bisherige Haltung ändern. Der Trader hat es selbst in der Hand, er muss die Veränderung nur in Gang setzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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