Indikatoren-Trading

Manche Menschen fragen sich, was eigentlich die Börse ist oder wie sie funktioniert. Man hört immer vom DAX und von seinen Bewegungen. Man hört von Aktienkursen, die zu Aktienunternehmen gehören. Von Quartalszahlen, die berichtet werden. Investoren suchen sich anhand von Fundamental- oder Chartanalyse günstige Aktien aus. Aber versteht man all die gehörten Begriffe auch?

Auf die Frage, was denn die Börse sei, bekommt der Fragende eine einfache Antwort. Das ist der Ort, an dem Käufer und Verkäufer zusammenkommen, um Transaktionen für ihre Wertpapiere auszuführen. Auf die Frage, was denn der DAX sei, erhält der Fragende die Antwort, dass dieser die Kursentwicklung der dreißig wichtigsten Aktienunternehmen abbildet. Und was ist eine Aktie? Das ist ein Wertpapier, das einen Anteil an einem Aktienunternehmen ausweist.

Die logische Schlussfolgerung: Wenn es dem Unternehmen gutgeht, dann wird es Gewinne einfahren, diese Gewinne werden teilweise als Dividende an die Anteilseigner (Aktionäre) ausgeschüttet. Da die wirtschaftlichen Aussichten positiv interpretiert werden, interessieren sich vermehrt Anleger für diesen Wert, mehr Nachfrage (bei gleichbleibendem Angebot) führt zu einem steigenden Preis für die einzelne Aktie.

Der obere Absatz gilt natürlich auch umgekehrt. Gehen die Anleger von einer schwächeren Unternehmensentwicklung aus, dann werden sie bestehende Wertpapierpositionen verkaufen, da die Aussichten schlechter werden. Verdient ein Unternehmen kein Geld, dann sinkt die Hoffnung an der Gewinnbeteiligung (Dividende). Da an der Börse viele Anleger in die gleiche Richtung denken und in der Folge auch handeln, verkaufen die Anleger diese Aktie und der Aktienkurs sinkt.

Damit die Investoren auch im Bilde sind, was sich bei einem Aktienunternehmen so tut, muss sich dieses Transparenzlinien unterwerfen. Vor allem muss es alle drei Monate Quartalszahlen abgeben. Es informiert damit, wie sich die Unternehmenskennzahlen entwickelt haben. Damit weiß der Anleger, ob die Geschäftsentwicklung seines Unternehmens im Plan ist oder nicht. Investoren können sich nun anhand des Zwischenstandsberichts vermehrt für eine Aktie interessieren oder sie lassen die Finger davon, weil die Aussichten schlechter werden.

Eine Form der Aktienauswahl ist die der Fundamentalanalyse. Anhand von verschieden Kennziffern wird ein Unternehmen bewertet (Eigenkapitalrendite, Dividendenrendite usw.) und der Aktienkurs wird dann in Relation zum Unternehmenswert gesetzt. Dies drückt sich zum Beispiel in einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aus. Ist ein KGV unter einem Branchendurchschnitt, dann traut man diesem Wert noch Potential zu. Ist dieser Wert schon weit gestiegen, dann sucht der Investor lieber andere, günstigere Aktienunternehmen.

Die zweite wichtige Form der Aktienauswahl ist die der Chartanalyse. Anhand von Trendlinien, Trendkanälen, Unterstützungs- und Widerstandsbereichen sowie der Hinzunahme von Indikatoren versucht der Investor Aktien mit Potential zu finden. Dabei achtet er auf die Informationen aus seinem Chartbild. In der Chartanalyse geht der Analyst davon aus, dass alle kursrelevanten Informationen bereits im Chart abgebildet sind.

Sobald der Börseninteressierte Antworten auf seine Fragen erhalten hat, will er diese nutzen, um selbst an der Börse zu handeln. Die Theorie ist das Eine (Begriffsverständnis), die Praxis (tatsächliche Umsetzung) das Andere. Gute Quartalszahlen führen zum Beispiel kurzfristig zu fallenden Kursen, weil die Aussichten schlecht sind. Schlechte Ergebnisse können zu steigenden Aktienkursen führen, weil die Anleger glauben, dass die schlechten Zeiten bald abgeschlossen sind.

An der Börse kann man Begriffe erklären, die Theorie aufnehmen und trotzdem die Börse nicht verstehen. Das liegt an erster Stelle am Anleger selbst, weil niemand weiß, was er aus den vielen Informationen macht. Will man der Börse auf die Schliche kommen, ist die richtige Reihenfolge, erst die Begriffe zu verstehen, und dann den Anleger.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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