Buchtipp

Wie gebannt sehen die Anleger auf die Börsenkurse. Fallende Kurse waren vor Wochen noch nicht für möglich gehalten worden, und doch sind sie plötzlich Realität. Jeden Tag werden tiefere Kurse erreicht, ohne auf die Verluste der Anleger Rücksicht zu nehmen. Der Markt kann auch fallen, ist das Resümee der letzten Tage. Wenn die Geschwindigkeit beibehalten wird, erhalten wir noch vor Weihnachten den Crash, vor dem viele gewarnt hatten.

Während sich Kleinanleger, vornehmlich Private, bereits wieder Gedanken darüber machen, sich mit günstigen Aktien einzudecken, ist das bei den großen Adressen anders. Diese sehen die drohende Gefahr am Börsenhimmel und wollen sich von ihren Positionen trennen.  Das machen sie offensichtlich bereits, wie man unschwer an den deutlichen Verlusten erkennen kann. Die Verkäufe dominieren am Markt, das Angebot ist groß.

Auch die EZB hat heute Mittag nicht überraschen können. Einige Akteure hatten gehofft, dass sie wieder eine unerwartete Wendung hinlegt und die Märkte überrascht. Doch diese ist ausgeblieben, die Geldpolitik der Zentralbank ändert sich erst mal nicht. Das war nicht das, was die Börsianer erhofft hatten. Sie blasen nun Trübsal.

Vor zwei Wochen wurde in dem Artikel „Aktien: Crashwarnungen werden ignoriert“ auf die Situation am Markt eingegangen. Es hieß:

An der Börse häufen sich die Crashwarnungen. Zuletzt warnte die Deutsche Bank, dass der deutsche Aktienmarkt noch vor Jahresende schmerzhaft einknicken wird. Sie reiht sich damit bei den anderen Experten ein, welche bereits einen Einbruch prognostiziert haben. Das Besondere an solch einer Warnung ist das Verhalten der Marktteilnehmer. Diese hören gar nicht erst hin.

Nun, der Markt spielt jetzt den Verkäufern in die Hand. Sie überschwemmen die Angebotsseite mit einer Übermacht an Verkaufsaufträgen und drücken damit die Kurse bereits nahe an die 9000 Punkte. Wird diese Marke halten? Eines sollte den Investoren klargeworden sein: Ein Crash ist schmerzhaft, von Dauer und ohne Gnade. Obwohl ein Crash eine Marktbereinigung ist, wird sie in den Medien und am Parkett meist in einem negativen Zusammenhang erwähnt. Das tut ihr unrecht.

Noch kann der Aktienmarkt mit einem starken Plustag den Kopf aus der Schlinge ziehen. Eine große starke Kerze im DAX und der Index notiert wieder nahe am Jahreshoch. Die Anleger würden schnell wieder Hoffnung auf positive Aussichten schöpfen. Nur, wenn der Plustag nicht kommt und der Markt weiter fällt, dann werden die Anleger erkennen, dass sie bereits inmitten des Crashmodus sind, den sie bisher nicht wahrhaben wollten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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