Indikatoren-Trading

Trader kämpfen den ganzen Tag mit dem Markt. Nachts jedoch fallen sie müde ins Bett, um sich von der harten Arbeit am Tage zu erholen. Die Erholung misslingt gehörig, wenn ein Anleger einen spekulativen Trade gewagt hat, der zu den Öffnungszeiten der Börse nicht geschlossen wurde. Es ist 23 Uhr, die Börsen geschlossen und unser Trader hellwach, obwohl er schlafen müsste. Entweder der drohende Knockout oder der anstehende Verlust raubt ihm den Schlaf.

Eigentlich hatte der Trader sich den Tradeverlauf anders vorgestellt. Er wollte eine Bewegung (z.B. DAX) handeln und seine Position bald wieder schließen. Jetzt ist es bereits Abend und seine Position ist immer noch im Minus. Leider gibt es auch keine Anzeichen, dass der Verlust noch vor Börsenschluss in den USA aufgeholt wird. Nun stellt sich die brennende Frage, ob er die Position mit in den nächsten Tag nehmen soll, weil er hofft, morgen egalisieren sich die Verluste, oder ob er seine Position noch am Abend verkaufen soll.

Die Möglichkeit, seine Anteile sofort zu verkaufen, wird bald als nicht umsetzbar eingestuft. Der Trader will sich den Verlust nicht zugestehen. Morgen ist ein neuer Tag und dann wird sich die Position wieder beruhigen, ist die Hoffnung, die aus dem Trader spricht. Das bedeutet, er wird seinen KO-Schein über Nacht halten. Manche Trader halten jetzt schon die Luft an, denn sie wissen, welche Gefahr hier lauert.

Das Schwierigste ist, dass man in der Zeit von 22:00 Uhr bis 08:00 Uhr auf kein Ereignis reagieren kann. Der Trader ist dem Verlauf anderer Börsen und den kursbeeinflussenden Ereignissen der Welt ausgeliefert. Egal, was in der Welt zu europäischer Nachtzeit passiert, es hat einen Einfluss auf den DAX und wie dieser am nächsten Tag eröffnet. Wie soll ein Trader da einen geruhsamen Schlaf finden?

Er legt sich zwar zum Schlafen ins Bett, kann aber seine drehenden Gedanken nicht anhalten. Wie wird der Index morgen eröffnen, werden die Verluste größer werden oder droht vielleicht der Knockout (KO), sind die wiederkehrenden Fragen, die sich stellen. Manchmal werden KO-Scheine sehr nahe am KO-Level ausgewählt, die zwar schnelle Profite versprechen, jedoch auch die Gefahr des Totalverlusts beinhalten. Solch ein Umfeld kann einfach keine geruhsame Nacht versprechen. Mitten in der Nacht wacht unser Trader auf und fragt sich, wie die asiatischen Märkte wohl verlaufen. Ein guter Markt in Asien führt in der Regel zu einem guten Start in Europa. Wehe, wenn die Kurse etwas vermelden, was dem Trader nicht in den Kram passt, dann ist es für den Rest der Nacht vorbei mit dem Schlaf.

Eine Position über Nacht zu halten ist zu keiner Zeit anzuraten. Es lohnt sich nicht, den Schlaf zu stören, nur weil man die ganze Nacht hoffen und bangen muss. Jeder, der eine Tradingposition „over night“ gehalten hat, weiß, dass dies unangenehm ist. Natürlich wird eine Position besonders dann unangenehm, wenn jemand zu hohe Einsätze fährt und oder zu nahe am KO-Level agiert.

Im Grunde muss sich der Trader vor Börsenschluss eingestehen, dass er einen Fehler gemacht hat. Er hat in die falsche Richtung spekuliert und darum hat er einen Verlust angehäuft. Es wäre jetzt der nächste Fehler, sich über Nacht mit dem KO-Schein unter der Decke zu verstecken und auf eine positive Marktentwicklung am nächsten Handelstag zu hoffen.

Es schläft sich für den Trader viel besser, wenn er seine Position vor Börsenschluss schließt. Am nächsten Tag hat er immer noch die Möglichkeit, erneut in den Markt einzusteigen. Vor allem ist er dann ausgeschlafen und mit klarem Kopf lässt es sich viel besser entscheiden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Steigt oder fällt der DAX? Hier gibt es Tradingsignale.

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