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Es braut sich etwas zusammen, was den Sparern nicht schmecken wird. Immer offensichtlicher wird, dass die Zentralbanken einen Weg suchen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Was positiv klingt, ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Die schmerzhaftere ist, dass die Sparer von ihrem Hab und Gut ablassen und lieber das Geld ausgeben sollen. Das wäre eine indirekte Ankurbelung der Nachfrage auf Kosten des braven Sparers.

Immer öfter folgen Berichte, die EZB werde vor Negativzinsen nicht zurückschrecken. Auch die amerikanische Notenbank FED hat sich ähnlich geäußert. Negativzinsen auf Einlagen bedeuten, dass Gelder, die die Banken über Nacht bei der Zentralbank parken, verzinst werden müssen. Die Banken müssen also Kosten tragen, wenn sie weiter Geld horten. Gleichzeitig haben bereits amerikanische Banken signalisiert, wenn das passiert, werden sie die Kosten auf den Sparer wälzen. Sie wollen die Folgekosten der Negativzinsen nicht übernehmen.

Der Sparer gerät nun in Not. Um den drohenden Kosten zu entgehen, muss der Bankkunde sein Geld abheben. Ziel wird es sein, dass er sein Geld nimmt und es mit beiden Händen ausgibt. Das wäre stimulierend für die Konjunktur. Die Zentralbanken würden sich freuen, die Unternehmen auch, die Staaten sowieso.

Die Alternative ist, dass der Sparer das Geld hortet, welches er vom Bankkonto abgezogen hat. Er gibt es nicht aus und behält das Spargeld für schlechte Zeiten. Das klingt zwar gut, bringt jedoch die Gefahr, dass plötzlich sehr viele Sparer auf Unmengen von Bargeld sitzen.

Das könnte von den Zentralbanken so gewollt sein. Die Sparer werden so in die Enge getrieben. Plötzlich haben viele Menschen ihr Geld unter dem Kopfkissen, das könnte sich mit einem Schlag verbieten lassen. Wer weiß, was in den Köpfen der Zentralbanken vor sich geht.

In solch einem Umfeld hätten die Sparer ein großes Problem. Sie können das Geld nicht auf die Bank bringen, weil sie dann Strafzinsen zahlen müssen. Sie können es aber auch nicht mehr zu Hause verstecken, weil sie dann Sorge vor Enteignung und Bargeldverbot haben müssten.

Es zeigt sich, dass die Situation in der Welt plötzlich aggressiver geworden ist. Die Zentralbanken sind nun geneigt, unkonventionelle Wege zu gehen. Sie haben wenig Erfahrung mit den Negativzinsen, wollen es dennoch probieren, so deren Aussage.  Die Zentralbanken drohen Geschäftsbanken um sie zur Kreditvergabe zu zwingen. Die Geschäftsbanken drohen der Zentralbank, um noch dem Strafzins zu entgehen. Kämpft hier jeder um seinen Kopf? Wer in solch einer Situation zuerst die Nerven verliert, kann großes Unheil anrichten.

Verfolgt man die Nachrichten, erkennt man schnell, wie vehement man es nun auf die Bankguthaben und das Bargeld abgesehen hat. Welche Absicht die Zentralbanken verfolgen, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorhersehbar. Sicher ist nur eines: Es wird nicht zum Wohle des Sparers sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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