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Die FED bestimmt über das Schicksal der Börsen. Wenn die US-Notenbank entscheidet, die Investoren sollen ihre Wertpapiere verkaufen, dann spuren die ängstlichen Anleger sofort. Spricht sie in wohlwollenden Worten, dann sind die leblosen Anleger sofort entzückt, kaufen Aktien und tanzen nach der Musik der amerikanischen Notenbank. Das ist beängstigend.

Eigentlich ist an der Börse der Anleger wichtig. Er entscheidet, was er mit seinem Geld macht, und somit über das Wohl von Branchen und Aktienunternehmen. Bekanntlich darf derjenige, der das Geld besitzt, entscheiden, welche Musik gespielt wird. Das mit dem Geld trifft zu, denn derzeit hat die FED das Geld und weiß die Börsianer tanzen zu lassen. Sie täuscht hier und dort und die Anleger lassen das auch noch mit sich machen.

Die FED weiß selbst nicht, wie sich die amerikanische Wirtschaft in ein paar Monaten entwickeln wird. Das sind Daten, wo niemand in den USA genau weiß, wie sie zustande kommen. Unter der Hand ist man sich gar einig, dass die Arbeitsmarktdaten manipuliert werden. Dennoch orakelt die FED gerne, wie sie mit den Stützungsmaßnahmen verfahren wird, sobald sich Arbeitsmarktdaten entsprechend entwickeln werden. Man stelle sich nur vor, die amerikanische Notenbank lässt die Arbeitsmarktdaten statistisch niemals wieder auf die Beine kommen, dann könnte sie genüsslich weiter Geld drucken.

Vorgestern Abend kam der Offenmarktausschuss zusammen und ließ durch sein Protokoll durchsickern, dass man sehr wohl über eine Kürzung der Liquidität nachdenke. Das war ein Schuss vor den Bug der gierigen Börsianer. Man wollte der gierigen Menge zeigen, wer das Zepter in der Hand hat. Das hat auch gut funktioniert. Die Börsianer hielten nach dieser Nachricht sogleich die Luft an und die Aktienkurse an der Wallstreet gaben sofort nach. Will die FED wirklich ernst machen und die Marktflutung beenden?

Wie die Anleger schon seit geraumer Zeit wissen, meint die FED nicht immer alles so, wie sie es verkündet. „Auf was kann man sich dann noch verlassen?“, will der Beobachter fragen. Also bemühten sich auch vorgestern Abend die FED-Verantwortlichen, schnell das Protokoll zu entschärfen. Das Motto wurde dann so formuliert, dass man es mit dem Kürzungen der Liquiditätsmaßnahmen doch nicht so ernst meine. Die amerikanische Wirtschaft sei ja noch nicht über dem Berg, und daher das Reduzieren der Anleihekaufprogramme noch in weiter Ferne. Das hat den Anlegern gefallen.

Kaum wurde eine Nacht über die Worte der FED geschlafen, erschien plötzlich alles nicht mehr so schlimm. Die US-Aktienmärkte stiegen gestern direkt von Beginn an und konnten allen vorherigen Verlust wettmachen. Die Indizes notieren erneut jetzt an den Widerstandsmarken, die sie vor der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls bereits erreicht hatten. Auch der deutsche Markt wurde positiv überrascht. Trotz 50 Punkte Eröffnungsgap konnte der DAX sich sogar in den Plusbereich hocharbeiten.

Die Anleger sind vollkommen wehrlos und lassen derzeit alles mit sich machen. Sie sind den Machenschaften der US-Zentralbank ausgeliefert. Die FED braucht nur zu drohen und die Anleger bekommen sofort Angstzustände. Sie gibt den Anlegern etwas Zucker und sofort steigt die Laune unter den Marktteilnehmern. Solch ein Verhalten ist eines Investoren nicht würdig.

Die Anleger sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nichts, aber auch rein gar nichts lässt noch auf ein selbständig entscheidendes Individuum schließen. Sie lassen sich nur noch willig an der Nase herumführen, denn die FED bestimmt die Musik.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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