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An der Börse häufen sich die Crashwarnungen. Zuletzt warnte die Deutsche Bank, dass der deutsche Aktienmarkt noch vor Jahresende schmerzhaft einknicken wird. Sie reiht sich damit bei den anderen Experten ein, welche bereits einen Einbruch prognostiziert haben. Das Besondere an solch einer Warnung ist das Verhalten der Marktteilnehmer. Diese hören gar nicht erst hin und wähnen sich umso fester im Sattel, je mehr gewarnt wird. Das ist besorgniserregend.

Es gibt chronische Crashansager wie zum Beispiel Marc Faber oder auch Jim Rogers, der die wirtschaftliche Verfassung der USA desolat findet. Oder wie der Investor Carl Ican, bei dem man schnell annimmt, dass er einen persönlichen Profit aus seiner Crashwarnung schlagen will. All die zuvor genannten Personen sind erfahrene Investoren, die wissen, dass kein Markt auf Dauer nur durch billiges Geld am Leben gehalten werden kann. Das ist es auch, was sie regelmäßig wiederholen.

Natürlich kann auch der beste Analyst nicht auf den Tag genau einen Crash vorhersagen, doch genau das ist es, was die Marktteilnehmer hören wollen. Sobald der Crash am Folgetag nicht eintrifft, wird die Warnung in den Wind geschossen und weiter Aktien gekauft. Dieses Zusammenspiel können die Anleger seit Monaten verfolgen. Crashprognosen treffen nicht zu und steigern deshalb den Mut all derer, die noch in den Markt drängen wollen.

Ihr Mutmacher: Ein Crash kommt niemals mit einer Ansage. Solange also Crashpropheten vor einem Markteinbruch warnen, ist die Welt der Wertpapierbesitzer in Ordnung. Gefährlich wäre es nur dann, wenn eine Phase der Euphorie aufkommen würde, dann erst sollte man sich Gedanken um den Ausstieg aus dem Aktienmarkt machen. Die Sicherheit der Aktienbesitzer nimmt durch die zunehmenden Warnungen zu. Sie sind sich ihrer Sache umso sicherer.

Die wirkliche Gefahr liegt in solch einer Denkweise. Die bereits investierten Anleger sind abgestumpft und blind für jede andere Meinung. Sie sind sich ihrer Sache so sicher, dass sie ihre Wertpapiere niemals hergeben würden. Sie würden kommende Schwächephasen aussitzen und sich nicht von ihrer Meinung abbringen lassen. Solche Markteilnehmer sind besonders gefährdet bei einem Crash diejenigen zu sein, die den größten Schaden erleben werden.

Die Grundaussage aller Crashwarner ist nämlich nicht zu widerlegen. Die Wirtschaftsdaten einzelner Staaten und die Unternehmensergebnisse der verschiedenen Aktienunternehmen sind nicht so rosig, wie der Aktienmarkt den Käufern die Lage verkaufen will. Zudem kann kein Anstieg am Aktienmarkt auf Dauer nur auf billigem Geld basieren. Egal, wie sehr sich die Warner den Mund fusselig reden, sie werden von den Anlegern ignoriert.

Vielleicht ist solch eine ignorante Haltung der Börsianer eine ideale Grundlage für fallende Kurse. In solchen Zeiten sollte jeder Anleger seine Haltung regelmäßig überdenken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

 

 

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