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Die virtuelle Währung Bitcoin macht von sich reden. Ihr Preis steigt scheinbar unaufhörlich, was vor allem private Investoren entzückt. Von 10$ auf jetzt 500$ ist der Preis der Bitcoins in nur einem Jahr gestiegen. Diese Art Kurszuwächse schlagen sogar die Anstiege vieler Neuer-Markt-Aktien. Während die Investoren glauben, die Flucht in die Alternativwährung habe begonnen, ist es eher wahrscheinlich, dass sich auch die Bitcoins in einer Blasenbildung befinden.

Obwohl der Preiszuwachs der sogenannten Alternativwährung bereits seit einem Jahr in einem enormen Tempo vor sich geht, wird sie nie so richtig beachtet. Die Medien ignorieren diese Art der Währung. Manche Beobachter meinen, die Medien wollen der digitalen Währung nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Sie soll keine Bekanntheit erlangen, so dass sie sich als alternative Währung etablieren kann.

Bei Bitcoins handelt es sich um eine Währungseinheit, die es nur digital gibt. Man kann Papiergeld gegen die digitale Währung tauschen und mit ihr meist im Internet einkaufen. Ihr Vorteil ist, dass sie niemandem verpflichtet ist. Außerdem ist sie nicht manipuliert, da keine Zentralbank und keine Regierung Zugriff auf sie haben. Die Kritiker meinen, die digitale Währung sei nicht echt und man habe nichts in der Hand. Die Frage könnte man auch andersherum stellen, was hat man bei Papiergeld in der Hand?

Während Bitcoin die letzen Jahre eher bei 10 Euro notiert hat, erhielt die Währung eine starke Bekanntschaft zur Zeit der Zypernkrise. Das war im Frühjahr 2013. All die Sorgen um eine um sich greifende Bankenpleite in Europa und die Enteignung in Zypern trieben immer mehr Menschen weg von der traditionellen Währung. Die Menschen wollten sich dem Zugriff von Zentralbanken und den Regierungen entziehen.

Man sagt oft, Papiergeld basiere auf Vertrauen. Was das Vertrauen während der Zypernkrise wert war, haben viele Unternehmer und Privatleute mitbekommen. Ihnen wurde ein Teil ihres Sparvermögens weggenommen. Gleichzeitig war die ganze zypriotische Bevölkerung von der Geldversorgung abgeschnitten, da Abhebelimits eingeführt wurden. Das war der Startschuss, nach dem sich die Menschen Bitcoin anvertrauten. Das war das zentrale Ereignis, mit dem die digitale Währung öffentliche Aufmerksamkeit erlangte.

Wie man am folgenden Chart sehen kann, kannte die elektronische Währung dann nur noch eine Richtung. Es ging steil nach oben.

bitcoin-chartverlauf2013

Chartquelle: Ariva.de

Es ist nun so, dass sehr viele Menschen annehmen, dass sich diese neue Währung als Fluchtwährung etabliert. Die Menschen würden ihr Papiergeld gegen Bitcoins tauschen. Gleichzeitig dümpeln der Gold- und Silberpreis vor sich hin. Eine allgemeine Fluchtbewegung hätte auf jeden Fall die Edelmetalle beflügelt. Da dies ausbleibt, ist eine andere Schlussfolgerung wahrscheinlich.

Das viele Geld, das heute im Ulmlauf ist, wird, neben dem Aktien- und dem Immobilienmarkt, auch für die Spekulation mit Bitcoins verwendet. Wo sonst lassen sich in sehr kurzer Zeit so hohe Renditen erzielen?

Wenn der Preis für Tulpenzwiebeln, Neuer-Markt-Aktien oder eben Bitcoins so rasant ansteigt, dann ist dort meist keine Nachhaltigkeit zu erwarten. Somit pumpt sich die Blase bei Bitcoin genauso auf, wie sie das im Aktienmarkt auch macht. Anleger investieren, weil etwas steigt und nicht, weil sie von einer Investition überzeugt sind. Finden sich in einem Markt diese Art Gedanken öfter, dann sind wir bereits in einem Hype.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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