Indikatoren-Trading

Jetzt hat der DAX die 9000 Punkte überstiegen und nicht wenige Anleger erwarten nun auch die volle 10000-Punkte-Marke zu erklimmen. Doch bevor das fünfstellige Ziel angegangen wird, könnte es noch zu einem Luftholen im Stundenchart kommen. Nimmt man den kurzfristigen Abverkauf vom letzten Donnerstag (nach der EZB-Entscheidung) als Basis, dann ergeben sich in dieser DAX-Analyse sinkende Kurse bis 8710 Punkte. Die Chartmarken sind wie folgt:

Noch immer ist der Turbo am Aktienmarkt eingeschaltet. Noch immer will die Mehrheit der Teilnehmer die Kurse nach oben treiben. Genau diese Denkweise passt nicht so recht in das Bild, das der Index am letzten Donnerstag hinterlassen hat. An diesem Tag (der EZB-Zinsentscheidung) wurde der plötzliche Kursanstieg komplett wieder hergegeben. Also muss man annehmen, dass es Adressen im Markt gibt, die bereit sind, ihre Anteile auf diesem Niveau zu verkaufen. Nimmt man das letzte Hoch bei 9193 Punkten als Basis für eine (begonnene) Korrektur, dann lassen sich folgende DAX-Zielwerte herausarbeiten:

DAX-Stundenchart: Stand 9107 Punkte

DAX-11112013

 

Der Start der Korrekturbewegung ist mit 9193 Punkten anzusetzen. Der erste Rutsch brachte den Index bereits in den Kursbereich bei 9000 Punkten. Was folgte, war ein Rücklauf, der bis an das 61,8% Fibonacci Retracement lief. Das ist recht weit (50% hätten es auch getan), ist jedoch der aktuellen Gier der Marktteilnehmer geschuldet. Sie wollen so schnell wie möglich wieder auf den nach Norden fahrenden Zug aufzuspringen.

Nimmt man nun an, dass die Korrektur der Korrektur (Rücklauf zu 9124 Punkten) dort bereits ihren Abschluss gefunden hat (Schlusskurs gestern bei 9107 Punkten), dann müssten jetzt wieder fallende Kurse folgen. Diese würden die eingeschlagene Richtung nach Süden vom letzten Donnerstag (07.11.2013) fortsetzen. Da nun vermehrt Anleger das Abdrehen der Kurse erkennen, beschleunigt sich die Abverkaufsbewegung.

Der Markt rutscht diesmal mit seinem Schwung unter die 9000-Punkte-Marke und bleibt zur Überraschung vieler Marktteilnehmer auch darunter. Nach kurzem Aufenthalt in diesem Bereich und der Frage unter den Händlern, ob die besagte Marke aufgegeben werden soll, entscheiden sich die Börsianer diesmal schnell für den Ausstieg aus ihren Positionen. Die Kurse fallen jetzt deutlich. Diese zweite Abwärtswelle lässt den DAX bis an die 8925-Punkte-Marke fallen. Das ist gleichzeitig die Unterkante des fallenden Trendkanals.

Dort kommt es zu einem beherzten Zugreifen der überraschten Käuferschar. Sie strömen (teilweise) wieder in den Markt. Dieser Nachfrageanstieg führt zu einem Anstieg des Index bis auf 8895 Punkte. Das ist jedoch kein großer Rücklauf, wenn man die Länge des vorherigen Abverkaufs betrachtet. Die Anleger haben jetzt Sorge, dass die blühende Zeit am Aktienmarkt vorbei ist. Sie sind auf der Hut und bereit, jederzeit wieder zu verkaufen.

Aus diesem Grund dauert es nicht lange, bis die Kurse erneut anfangen zu rutschen. Diesmal sind sich besonders viele Anleger sicher, dass der Markt weiter fallen wird. Diese Sorge lässt die Investoren zur gleichen Zeit zum Ausgang rennen. Dieser Kursverfall durchbricht das letzte Tief bei 8825 Punkten und führt den DAX zu seinem Zielbereich bei 8710 Punkten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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