Indikatoren-Trading

Beim schnellen Handel an der Börse, dem sogenannten Daytrading, soll alles ganz schnell gehen. Der Kurs soll sich schnell in die gewünschte Richtung bewegen und der Einsatz sich schnell verdoppeln. So denken die meisten. Jedoch genau das Gegenteil entspricht der Realität. Weniger Risiko, weniger Gewinn und vor allem weniger Stress. Damit lässt sich viel besser traden.

Selten sind Wunsch und Realität so weit auseinander wie an der Börse. Die meisten erwarten das schnelle Geld. Aktien oder CFDs auswählen und los geht’s, lautet die Devise. Dass das nicht stimmt, merkt der angehende Trader früher, als ihm lieb ist. Der Markt kennt nämlich solche Kaliber, die Neuland betreten und erst noch in die Börsenmaterie eingeführt werden müssen.

Dabei weiß der Finanzmarkt auch, welches Mittel am besten funktioniert. Nur wer leidet, nur wenn die Fehler Schmerzen verursachen, dann wird der Neuling auch aus seinen Fehlern lernen. Also passiert das, was mit 90% aller Tradinganfänger passiert: Das erste Tradingkapital wird direkt in den Sand gesetzt.

Der Trader war Long, als der Markt fiel und Short, als er stieg. Es war wie verhext, jedenfalls für den Trader. Anders für die Börse. Die weiß, dass nur der Verlust zu einer Einsicht führen kann. Es ist wie das Willkommensgeschenk in einem Hotel. Das kleine Stück Schokolade auf dem Kopfkissen hat auch die Börse für den Gast parat. An der Börse schmeckt sie halt nur bitter.

Der Wunsch, sofort an das viele Geld zu kommen, das bekanntlich auf dem Börsenparkett liegen soll, ist schon der Hauptfehler des neuen Traders. Mit solch einer Erwartungshaltung kann es an der Börse nichts werden. Das gilt nicht nur für das Individuum, sondern für die Mehrheit.

Trading bedeutet handeln. Handeln bedeutet, einen Plan zu haben. Nur wer sich im Klaren darüber ist, was er macht, wohin er will und welches Risiko er dabei eingeht, nur der wird dauerhaft an der Börse überleben können. Denn die zuvor genannten Punkte werden schnell erkennen lassen, dass alles an der Börse miteinander zusammenhängt. Daraus folgt: Zu einem überschaubaren Risiko kann man unmöglich schnell viel Geld verdienen, das geht gar nicht.

Das ist der erste Moment, in dem ein Aha-Effekt beim neuen Trader zu erkennen ist. Hier fällt der berühmte Groschen. Denn beim Trading ist weniger definitiv mehr. Ein langsameres Vorgehen hilft, sich seine Gedanken zu machen und sie zu ordnen. Die Börse läuft nicht weg, sie ist morgen auch noch da. Ein kleiner Einsatz mit der Chance auf einen kleinen Gewinn ist deutlich angenehmer zu traden, als alles auf ein Pferd zu setzen. Dann rast das Herz und der Verlust ist besonders schmerzhaft. Nicht selten verlieren Trader bei solch einem Vorgehen Haus und Hof.

Jeder Mensch könnte all sein Hab und Gut zu Geld machen, ins Kasino gehen und alles auf eine Farbe setzen. Wenn er gewinnt, verdoppelt sich sein hoher Einsatz und er braucht das nächste Jahr nicht mehr arbeiten. Warum macht das niemand? Weil das Risiko nicht im Verhältnis dazu steht, dass man im Verlustfall mittellos dasteht.

Genau das gleiche gilt für den Aktienmarkt. Es gib keinen schnellen Weg zu Reichtum. Das zu verstehen ist schon viel wert. Danach gilt es, für sich die richtige Strategie auszuloten. Verfolgt man dann seinen Plan, dann ist der Erfolg nicht mehr fern.

Wer schnell handelt, der macht Fehler. Um keine zu machen, muss man langsamer agieren und Ruhe in seine Handlungen bringen. Nur dann kann es auch an der Börse etwas werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This