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Die Zentralbanken haben seit Jahren einen Prozess in Gang gesetzt, der die natürliche Funktion von Geld, Zinsen sowie von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt hat. Jetzt können sie nicht mehr zurück, denn alles, was in den letzten Jahren im Preis gestiegen ist, wie zum Beispiel Immobilien oder ganz besonders Aktienmärkte, müsste deutlich fallen, wenn es keinen Nachschub an frischem Geld geben würde. Deshalb wird so weiter gemacht, wie bisher.

Es heißt ganz treffend: Wo es bergauf geht, geht es auch wieder herunter. Damit ist die natürliche Form der Natur gemeint, die für alles ein Gleichgewicht parat hält. Diese Natürlichkeit ist seit Jahren gestört, seitdem die Zentralbanken glaubten, sie müssten mit ihren Maßnahmen die Welt retten. Wer sagt eigentlich, dass die Notenbanker eine Rettung bewirken können? Es zeigt sich immer deutlicher, dass die „Herren des Geldes“ bisher kaum ein Problem gelöst haben.

Infolge der Aktionen der Zentralbanken sind die Zinsen unverhältnismäßig günstig und die Immobilienpreise sowie die Börsen unverhältnismäßig hoch. Das billige Geld muss ja irgendwohin. Mit jedem neuen Tag steigen besonders die Aktienmärkte, ohne Sorge, dass diese Party irgendwann enden könnte. Wenn also die Anlageklassen wie Immobilien und Börsen bei immer frischem Geld steigen, müssten die gleichen Anlageformen fallen, wenn der Nachschub an Liquidität versiegt.

Damit wird schnell klar, dass besonders die Amerikaner niemals den Geldhahn zudrehen werden. Sie würden dem Aktienmarkt zu keiner Zeit absichtlich Schaden zufügen. Für den Amerikaner ist der Finanzmarkt heilig und „muss“ gar unter allen Umständen geschützt werden, damit er immer weiter steigen kann.

Natürlich gibt es auch Marktgesetze. Wenn irgendwann alle Welt Aktien besitzen sollte, dann wird es den Moment geben, in dem es keine neuen Käufer mehr gibt. Dieser Moment kann jedoch lange auf sich warten lassen, solange die Zentralbanken mit voller Kraft die Märkte fluten.

Was so aussieht, als könnten die Zentralbanken die Welt vor Schaden schützen, ist nur ein Trugschluss. Zentralbanken sind nur dem Schutz der Währung verpflichtet, alles andere ist Sache der Politik, und da beginnt das Dilemma. Weil in der aktuellen Krise die Politik zu ängstlich und zu wenig entscheidungsfreudig ist, bekamen die Zentralbänker die Macht zugesprochen, die sie heute haben. In Wirklichkeit können sie keine wirklichen Probleme lösen, keine Strukturen verändern und auch den Arbeitsmarkt nicht verändern, um Menschen wieder Lohn und Brot verdienen zu lassen.

Aus diesem Grund, der mangelnden Handlungsfähigkeit, machen die Notenbanken seit Jahren das, was sie immer machen: Sie drucken Geld. Auch wenn sich viele fragen, bis wohin das gehen soll, die „Herren des Geldes“ können gar nicht anders. Würden sie mit der unendlichen, nie enden wollenden Liquiditätsflutung aufhören, dann würde die Welt gleich morgen einen Herzkollaps bekommen und Staaten und Unternehmen wären sofort in tiefer Depression.

Die Zentralbanken haben den Menschen keine Wohltat getan. Sie haben sich in eine ausweglose Lage manövriert und können jetzt gar nicht mehr anders, als Vollgas auf die Wand zuzufahren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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