Buchtipp

Manchmal glaubt der Verstand nicht, was das Auge sieht oder das Gehör vernimmt. So auch bei der angeblichen Rettung der Welt durch die USA. Die Welt wäre einer Katastrohe entkommen, heißt es wohlwollend in den Medien. Natürlich fand der Held, die USA, die Lösung für ihr Problem in allerletzter Minute, damit es auch wirklich spannend ist. Dabei wurde gar nichts gelöst, sondern entschieden, dass man zwar kein Geld hat, aber trotzdem noch mehr Schulden machen darf. Das kennt man aus Bananenstaaten.

Es ist wie in einem Hollywood Drehbuch: Der Wahnsinnige (die USA) bringt die Weltgemeinschaft an den Abgrund, lässt die Menge vor Angst zappeln und der Held (in diesem Falle auch die USA) rettet den Gepeinigten dann mit Wohlwollen. Ein Happy End. Das ist vollkommen bekloppt, sagt der gesunde Menschenverstand und dennoch freuen sich die Menschen über diese Dramatik.

Die Medien spielen dieses groteske Spiel gerne mit. Sie reden von einer Lösung im US-Schuldenstreit oder von einem Ende des Schuldenchaos, manche gar von einem Sieg für Obama. Die Jubelstimmung kann der Leser zwischen den Zeilen fast greifen.

Worüber freuen sich nun Medien, Menschen und Finanzmärkte? Die USA. Das Land, das nicht mit Geld umgehen kann, und genau aus diesem Grund diese immensen Schulden aufgetürmt hat, feiert seine Lösung des Problems, indem es weiter Schulden macht. Das ist krank. Noch schlimmer ist der Umstand, dass derjenige, der die Schulden macht, auch gleichzeitig der ist, der über die Schuldengrenze entscheidet. Bei diesen Zeilen muss man unweigerlich an eine Bananenrepublik denken, bei der auch viele Dinge undurchsichtig, undemokratisch und vor allem ungerecht geregelt werden. Das trifft alles auch auf die USA zu.

Es gibt überhaupt nichts zu feiern. Die USA haben ihr Problem keineswegs gelöst, sie haben es auf die Zukunft verschoben. In der Schule müsste man für solch eine angebliche Lösung eine schlechte Note kassieren und die Prüfung nicht bestehen. In der amerikanischen Praxis  wird man dafür gefeiert, wie man jetzt unschwer verfolgen kann. In wenigen Monaten werden die Medien wieder über einen drohenden Zahlungsausfall, über die Schuldengrenze und über den Streit der politischen Parteien berichten.

Wie lange will die Weltgemeinschaft solch einen Irrsinn noch mitmachen? Diese Frage ist die wichtigste Erkenntnis, die man aus den Ereignissen der letzen Tage und Monate gewinnen kann. Wenn eine Bananenrepublik ihre Währung vernichtet, mit Statistiken kreativ umgeht und Geld in Unmengen druckt, dann muss das das Problem des einzelnen Staates sein und nicht das der Weltgemeinschaft.

Wenn sich jemand retten kann, dann sollte das die Weltgemeinschaft sein und sich schnell aus der Abhängigkeit von den USA befreien. Ansonsten hat dieser Alptraum kein Ende.

Mit freundlichen Grüßen.

 

Ihr

start-trading Team

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