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Die USA steuern wieder auf ihre Schuldenobergrenze zu, das machen sie jedes Jahr. Daher ist es kaum verständlich, warum die Medien dieser Belanglosigkeit soviel Aufmerksamkeit schenken. Warum sollte es von Bedeutung sein, über eine Grenze zu spekulieren, die die USA eh nicht gewillt sind einzuhalten? Vor allem, welchen Sinn hat die Diskussion darüber? Die USA suhlen sich im Leid und wollen der Welt ihr Problem präsentieren. Anstatt Mitleid ernten die USA jedoch nur Kopfschütteln, und das zu Recht.

Man fragt sich schnell, was das Ganze soll. Warum beschäftigen die USA die Welt mit ihrem ewigen Streit um Haushaltsfragen und um die Anhebung ihrer Schuldenobergrenze? Man fragt sich, warum die USA nichts aus der letzen Anhebung gelernt haben. Man war schon mal nahe der Klippe und drohte herunterzufallen, dann müsste man doch in der Zukunft vorsichtiger sein. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand. Im Falle der USA ist solch eine Denke weit gefehlt. Anstatt in irgendeiner Weise die Schulden zu verringern, werden Tag für Tag immer mehr Schulden aufgetürmt.

Im Moment befindet sich das große (arme) Land USA bereits nahe der Schuldengrenze von 16,7 Billionen Dollar. Diese werden sie am 17. Oktober erreichen. Sofort springt dem Leser der Gedanke in den Sinn, dass solch ein Betrag enorm ist und warum ein Land es überhaupt soweit kommen lassen musste. Diese Frage ist sehr berechtigt. Nur scheint diese Frage die USA ganz und gar nicht zu interessieren. Warum sollte die Regierung auch anders sein als ihr Volk. Man liebt es, zu konsumieren. Noch mehr liebt man es, Geld auszugeben, welches man nicht hat. Die Rechnung bekommt sowohl der Bürger als auch der Staat regelmäßig präsentiert. Und anstatt an der Situation der Verschuldung etwas zu verändern, erhöhen sowohl der Bürger als auch der Staat ihren Kreditrahmen, um noch mehr Schulden machen zu können. Das ist krank.

Nun streiten sich Demokraten und Republikaner über Haushaltsfragen und setzen sich gegenseitig Bedingungen. Beide Seiten drohen mit einer Katastrophe, sollte die jeweils andere Seite nicht auf einen zukommen. Man redet dann von einem Staatsbankrott und von einer Zahlungsunfähigkeit (warum redet niemand von der Unfähigkeit des amerikanischen Staates?), die auf das Land zukommt. Bei einer Nichteinigung würden öffentliche Aufgaben nicht mehr wahrgenommen werden können. Öffentliche Einrichtungen müssten geschlossen und Beamte zwangsbeurlaubt werden, weil beim Erreichen der Schuldenobergrenze automatisch Kürzungen in Kraft treten und die Ausgaben begrenzen würden (Gääähn).

Man möchte all das gar nicht mehr hören. Die USA gehen einem mit ihrer Mitleidsnummer schon auf die Nerven. Ihre Unfähigkeit, mit Geld umzugehen, beweisen sie Jahr für Jahr und es wird schlicht nicht besser. Warum fragen die USA nicht mal ihre exzellenten amerikanischen Beratungsunternehmen? Wenn die Regierung nicht weiß, wie sie mit Geld umgehen soll, dann viellicht ein Dienstleister?

Man sagt in der Umgangssprache, der Mensch lerne erst, wenn es weh tut. Das ist eine Lebensweisheit und beruht auf der Erfahrung von Tausenden von Jahren. So wie die USA jetzt mit ihrem Problem der Verschuldung umgehen, das durch die Leitwährung Dollar leider auch das Problem der Welt ist, ist unverantwortlich.

Manchmal, so wünscht man sich, müsste man die USA wirklich Pleite gehenlassen. Das würde vielleicht einen Weckruf der amerikanischen Bevölkerung und der amerikanischen Politik mit sich bringen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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